Aquatoll-Zukunft: Große Erwartungen und kreative Ideen

Neckarsulm  Wie geht es weiter mit dem Aquatoll-Erlebnisbad? Die Bürgerbegleitgruppe hat dazu Vorschläge erarbeitet, die sie in der städtischen Musikschule an diesem Donnerstag vorstellt.

Von Julia Neuert

Große Erwartungen und kreative Ideen

Wie geht es weiter mit dem Aquatoll-Spaßbad? Die 20 Mitglieder haben in der Begleitgruppe verschiedene Ideen zu den Varianten erarbeitet. Foto: Archiv/Veigel

 

Das Interesse am Infoabend zur Zukunft des Aquatoll-Spaßbades Mitte April war groß. Fast 60 Bürger bewarben sich anschließend, um bei der Begleitgruppe ihre Ideen einzubringen. 20 von ihnen wurden ausgewählt und erarbeiteten an drei Abenden à drei Stunden Empfehlungen für den Gemeinderat, der im Juli eine endgültige Entscheidung treffen soll.

Ihre Ergebnisse stellt die Gruppe an diesem Donnerstag ab 18 Uhr im Rahmen der Gemeinderatssitzung in der Neckarsulmer Musikschule vor. "Es ist ein beachtliches Engagement", sagt VHS-Leiterin Ursula Jaksch, die die Sitzungen leitete. "Die Teilnehmer waren sehr engagiert. Eine kreative Gruppe, die in der Kürze der Zeit viel diskutiert und richtig gute Ergebnisse erarbeitet hat."

Fakten und Kosten

Arbeitsgrundlage für die Treffen waren die Fakten, die beim Infoabend zum Aquatoll in der Ballei dargestellt wurden, sowie die drei Varianten, auf die sich der Gemeinderat Anfang des Jahres geeinigt hatte: Abriss des Spaßbades und der Sauna, Abriss des Spaßbades und Umbau zum Gesundheitszentrum mit Erweiterung der Sauna oder eine komplette Sanierung. Sowohl für den Umbau als auch für eine Sanierung stehen Kosten von rund 20 Millionen Euro im Raum.

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Experten beantworten Fragen

Bei den Treffen der Arbeitsgruppe saßen im Hintergrund Experten, die für Fragen zur Verfügung standen: Neckarsulms Kämmerer Jürgen Kaufmann sowie Werkleiterin Ursula Stiefken und die zuständigen Mitarbeiter für Kundenmanagement oder technische Leitung. "Die Experten haben immer wieder für Bodenhaftung gesorgt", erklärt Ursula Jaksch. Oberbürgermeister Steffen Hertwig hatte jeweils einen Vertreter der Rheumaliga und der Aquakursteilnehmer eingeladen, in der Begleitgruppe mitzuarbeiten, nachdem sich beide mit einer Unterschriftenliste für den Erhalt des Bades stark gemacht hatten. Ebenfalls vertreten waren der VfL Obereisesheim und die Neckarsulmer Sport-Union, da beide Vereine Schwimmabteilungen haben.

Eigene Motivation schildern

Neben den vier gesetzten Teilnehmern mussten die anderen 16 zuvor ihre Motivation in einer Bewerbung schildern. Auf deren Grundlage wurden zwei Drittel anonym ausgewählt, ein Drittel wurde per Los ermittelt.

Unter den ausgewählten Bewerbern war auch Jens Neser, Vorsitzender des SPD-Ortsverbands, der sich aus privatem Interesse um die Teilnahme bemühte. "Die Zusammenstellung war gut getroffen", sagt der Neckarsulmer zur Arbeit in der Begleitgruppe. "Es waren alle Varianten und alle Meinungen vertreten." Umso schwerer sei es natürlich, zu einem klaren Ergebnis zu kommen. Neser hätte sich gewünscht, dass die Teilnehmer sich das Aquatoll vor Ort anschauen. Dazu reichte die Zeit aber nicht.

"Wir sind alle mit verschiedenen Interessen rein-, aber auch wieder rausgegangen", fasst Neser zusammen. Die Gruppe habe gute Vorschläge zu allen Varianten erarbeitet. "Jeder, auch ich, hat gesehen, dass es Potenzial gibt."