Vorteile für alle Beteiligten

Von unserem Mitarbeiter Peter Klotz

Vorteile für alle Beteiligten
Bei der Unterzeichnung der Bildungspartnerschaft (sitzend v.li.) Heiko Göttler, Norbert Roth, Silke Schneider, (stehend) Hubert Mühlbeyer, Bernd Dillig, Juliane Achzet, Oliver Schieck.Foto: Peter Klotz 

Bereits Auf - Bereits auf Bildungsmessen und Ausbildungsbörsen entstanden erste Kontakte zwischen der Bad Friedrichshaller Otto-Klenert-Realschule (OKR) und der Glück-Auf-Werkrealschule (GAW) mit der KS Kolbenschmidt GmbH und der KS Aluminium-Technologie GmbH (ATAG). Beide Unternehmen gehören zum Neckarsulmer Automobilzulieferer KSPG AG. Die räumliche Nähe und die vielen Berührungspunkte ließen die Beteiligten mehr und mehr aufeinander zugehen. Mit der Unterzeichnung einer Bildungspartnerschaft wurde die Kooperation jetzt festgeschrieben.

Berufswahl Einen Vorteil in dem Vertrag zur Bildungspartnerschaft sehen alle Seiten. Die beiden Rektoren Bernd Dillig (GAW) und Hubert Mühlbeyer (OKR) sind daran interessiert, schon in der Phase der Berufswahl Partner an der Seite zu haben, die Praktikumsplätze zur Verfügung stellen, durch Betriebsbesichtigungen die Orientierungsphase unterstützen und aussichtsreiche Ausbildungsstellen anbieten.

Diese Erwartungen sind ganz im Sinne von Norbert Roth, Ausbildungsleiter bei KS Kolbenschmidt und der ATAG. In Neckarsulm stellt der Automobilzulieferer jährlich rund 30 Auszubildende ein, und man ist stolz auf die Vereinbarung, alle Lehrlinge zu übernehmen. Wer den Abschluss mit der Note 2,4 und besser macht, darf sich sogar auf einen unbefristeten Vertrag freuen. Einen besonderen Vorteil sieht Roth darin, Schulen in der direkten Nachbarschaft mit ins Boot zu nehmen.

Auch Silke Schneider, Personalleiterin bei der KS Aluminium-Technologie kennt die Phase des Übergangs von der Schule zum Beruf genau. Die KSPG informiert mittels Veranstaltungen und Messen aktiv über die Ausbildungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens. Dass dieses Engagement konkrete Auswirkungen hat, sieht man an der Zahl der Bewerbungen, die nach öffentlichen Auftritten zunehmen.

Praxis Eine stärkere Ausrichtung der Schulen auf die berufliche Praxis sieht Rektor Bernd Dillig nicht nur an dem Plan, künftig schon Fünftklässler in Betriebe zu schicken und für Lehreranwärter im Sekundarbereich Betriebspraktika verpflichtend zu machen. In der Werkrealschule ist Juliane Achzet für die Berufsorientierung zuständig. Sie wünscht sich Besuche von Ausbildern und Auszubildenden in der Schule, um die Forderungen der Lehrer nach mehr Engagement durch Erfahrungen "an der Front" zu unterstützen.

Auf die Frage des Beauftragten Oliver Schieck nach den ersten konkreten Schritten nach der Unterzeichnung der Bildungspartnerschaften schlug Roth vor, doch mit Technikgruppen beider Schulen die Ausbildungswerkstatt zu besuchen. Dort könnten die Schüler zum Beispiel das Thema Gewindeschneiden in Kleingruppen zusammen mit Auszubildenden absolvieren.




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