Rennradlerin ist Sportlerin des Jahres

Von unserer Mitarbeiterin Ute Plückthun

Rennradlerin ist Sportlerin des Jahres
Oberbürgermeister Joachim Scholz (hinten rechts) gratuliert Trainern, Handball-B-Jugend und Linda Eiler (rechts) als Sportlern des Jahres 2011.Foto: Ute Plückthun 

Neckarsulm - Die Neckarsulmer Sportlerin des Jahres 2011 heißt Linda Eiler. Bei der 36. Neckarsulmer Sportlerehrung in der Ballei wurde die Rennradlerin für ihren im September errungenen Weltmeistertitel in der Altersklasse w50 ausgezeichnet. Mit ihr erhielten weitere 136 Sportlerinnen und Sportler Goldmedaillen für ihre Spitzenplätze. Zur Mannschaft des Jahres wurde die weibliche B-Jugend der Handballabteilung der Neckarsulmer Sportunion gekürt, die sich in der vergangenen Saison den Titel des Deutschen Meisters erkämpft hatte.

Paradebeispiel Als Paradebeispiel für den Beginn einer sportlichen Karriere und Höchstleistungen wurde "Familien- und Ausdauertyp" Linda Eiler beschrieben: Seit 1993 begibt sie sich mit dem SV Leingarten auf Ausfahrten und Touren, mittlerweile absolviert sie zahlreiche Jahrestrainingskilometer: 6000 auf dem Mountainbike, 10 000 auf dem Rennrad. Die Radlerin des RC Pfeil Neckarsulm wurde 2009 schnellste Frau auf dem Nürburgring, 2010 und 2011 Vizeeuropameisterin und auf der 70-Kilometerstrecke im belgischen Stavelot Weltmeisterin U 50.

Homogenität, Einsatz und Willensstärke waren für den Erfolg der weiblichen B-Jugendhandballerinnen ausschlaggebend. Annähernd fünf Jahre lang bildeten die 16- und 17-jährigen Spielerinnen ein Team, von denen sieben mittlerweile in der ersten Damenmannschaft aktiv sind. In der vergangenen Saison wurden sie Baden-Württembergischer Meister, Süddeutscher Vizemeister und gegen Rivale Nellingen Deutscher Meister.

"Sporthauptstadt des Unterlandes" − diesen Titel reklamiert Neckarsulm für sich. "Die Stadt ist weit über die Grenzen der Region hinaus als sportaktive und sportfreundliche Kommune bekannt", betonte Oberbürgermeister Joachim Scholz. Viele außergewöhnliche Spitzenleistungen im Einzelwettkampf oder als Mannschaft belegen diese Auffassung: Insgesamt 137 Goldmedaillen wurden während der Ehrungsfeier im Kultursaal vergeben.

Für das Jahr 2011 kennzeichnete er die Durchführung des Landeskinderturnfests als gelungenes Projekt: "Es war das beste, das es je gegeben hat." Vor allem deshalb, "weil alle in der Stadt an einem Strang gezogen haben". Allerdings habe man sich vorgenommen, "nicht gleich wieder eine solche Aufgabe zu stemmen". Den weiteren Ausbau der Kooperation zwischen Schulen und Vereinen bei der Ganztagsbetreuung, generationsübergreifende Sportangebote, der baldige Spatenstich für das Hallenbad oder weitere Sportplätze für Dahenfeld und die Kernstadt sagte er für 2012 voraus.

Scholz unterstrich die Verbundenheit der politisch Verantwortlichen mit den sportlichen Akteuren: Die Stadt stelle 362 000 Euro als Förderung bereit, eine weitere Million dafür, dass Vereine für Trainings- und Wettkampfstätten nichts bezahlen müssten. Klaus Ranger als Vorsitzender des Sportkreises Heilbronn: "Ich wäre froh, wenn in allen Gemeinden solche Bedingungen herrschen würden." Für ein unterhaltsames und witziges Bühnenprogramm sorgte die Tischtennisabteilung der Neckarsulmer Sportunion. Sie warb damit für die deutschen Jugendmeisterschaften, die am 28. und 29. April mit 96 Teilnehmern in der Ballei ausgetragen werden.




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