Für den Kampf gegen Tumore

Neckarsulm  Neckarsulm - Damit soll Krebspatienten geholfen werden: Eine Neckarsulmer Praxis hat ein 6,5 Tonnen schweres Gerät zur Strahlentherapie geliefert bekommen - und zwar per Kran.

Von unserem Redakteur Alexander Klug

 

Neckarsulm - Insgesamt 6,5 Tonnen schwer ist der Linearbeschleuniger, den der riesige Kran vom Lkw hebt: Was nach Raumschiff Enterprise klingt, ist ein medizinisches Gerät für die Strahlentherapie, zur Behandlung von Krebspatienten. Im Mai will Dr. Jörg Aßmann seine neue Praxis in Neckarsulm eröffnen und hat ein Großgerät dieser Art gekauft - es wurde heute Nachmittag aus den Vereinigten Staaten geliefert.

"Mit diesem Gerät können wir Tumore sehr genau bestrahlen", sagt der Arzt. Durch die große Beweglichkeit des der Gerätarme ist jede Körperstelle gut erreichbar. Der Behandlungsraum an der Straße Am Mühlrain ist speziell auf das Gerät zugeschnitten: Die Türen sind exakt den Maßen des Gerätes angepasst, dicke Betonwände schützen die Umwelt vor Strahlung, allein das sogenannte Strahlenschutztor, die Tür, wird von einem vier Meter breiten, drei Meter hohen und einen Meter dicken Betonquader verschlossen.

 

 

Röntgenstrahlen

Wobei das Gerät selbst keine Strahlenquelle ist: Die starke Röntgenstrahlung entsteht nur, solange die Elektronen fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und auf ein Ziel geschossen werden. "Das Prinzip erinnert ein bisschen an den hinteren Teil eines Röhrenfernsehers", erläutert Jörg Aßmann.

Die Montage des Hightech-Gerätes dauert eine Woche, die Praxis soll Ende Mai ihre Türen für Patienten öffnen.