Werkrealschule bekommt Modulstockwerk

Von unserer Mitarbeiterin Stefanie Pfäffle

Werkrealschule bekommt Modulstockwerk
Wie die benachbarte Realschule soll die Werkrealschule in den Sommerferien ebenfalls ein zweites Obergeschoss erhalten. Foto: Stefanie Pfäffle 

Schwaigern - Wenn nichts mehr dazwischenkommt, werden die Schüler der Werkrealschule Schwaigern schon kurz nach den Sommerferien in einem komplett neuen Stockwerk unterrichtet. Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung kurzerhand für eine der drei von Architekt Serjoscha Kuzuhara vorgestellten Varianten entschieden und die Planung in Auftrag gegeben. Das zweite Obergeschoss soll in Modulbauweise für 2,5 Millionen Euro entstehen. Die Stadt erhofft sich Zuschüsse aus der Schulbauförderung in Höhe von 750 000 Euro und aus Mitteln des Ausgleichsstocks von 500 000 Euro, so dass die Eigenmittel noch 1,3 Millionen Euro betragen würden.

Aufgaben Mit zwei Aufgaben war Kuzuhara aus der Novembersitzung nach Hause geschickt worden: Die Aufstockung gemeinsam mit den Schulen zu planen und die Beeinträchtigungen der verschiedenen Bauarten zu ermitteln. Drei Varianten hatte er im Gepäck, die sich optisch alle an dem bisherigen Bau orientieren und wenig auffallen sollen.

Im neuen Stockwerk werden Küche, Computer- und Hauswirtschaftsraum mit Neben- und Technikräumen untergebracht. Außen wird ein Aufzug für barrierefreien Zugang sorgen, dafür wird der Eingangsbereich verändert. Es ging also um die Bauweise und die damit verbundene Bauzeit. Bei einem konventionellen Stahlbeton-Skelettbau für 2,13 Millionen Euro netto würde, angefangen in den Sommerferien, bis Mai 2013 gebaut werden. "Das bedeutet natürlich eine lange Beeinträchtigung für die Schulen", betonte Kuzuhara. Variante zwei ist die Holzständerbauweise, bei der Decken und Wände als Fertigteile installiert werden. Mit 2,16 Millionen Euro ist diese Idee unwesentlich teurer und wäre Ende Februar 2013 fertig.

Über die Modulbauweise in Variante drei, die preislich in der Mitte liegt, hatten sich einige Räte bei der Neckarsulmer Christian-Schmidt-Schule ein Bild vor Ort gemacht. "Hier könnte das meiste bis auf die Umbauarbeiten am Restgebäude in den Ferien stattfinden."

Klaus Fleisch (CDU) war bei der Besichtigung dabei. "Ich war überrascht, wie solide das aussieht. Der Schall- und Wärmeschutz ist genauso gut wie bei einem Massivbau." Man müsste nur aufpassen, nicht an eine zu billige Firma zu geraten. Rainer Dahlem (SPD) zeigte sich ebenfalls überzeugt. "Das muss genau geplant werden, damit die Arbeiten in den Sommerferien wirklich weitgehend fertiggestellt werden können." Kuzuhara erklärte, dass der in Neckarsulm notwendige Stahlrost in Schwaigern wohl nicht gebraucht werde. "Aber es muss natürlich noch berechnet werden."

Vorsitz CDU-Fraktionssprecherin Irene Reményi, die für den erkrankten Bürgermeister Johannes Hauser den Vorsitz übernommen hatte, entschied kurzerhand, den Tagesordnungspunkt um die Beschlüsse über die Modulbauweise und die Planungen zum Bauverfahren zu erweitern. Ersterer wurde bei einer Enthaltung angenommen, der Zweite bei drei Enthaltungen.




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