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Mobilfunkerweiterung am Wasserturm möglich
Von unserem Redakteur Friedhelm Römer
Schwaigern - Diplom-Ingenieur und Baubiologe Dietrich Ruoff hat den Gemeinderat der Stadt Schwaigern in der jüngsten Sitzung über die Mobilfunkversorgung im Ortsteil Niederhofen informiert. Ebenfalls zu seiner Aufgabenstellung gehörte es, die Auswirkungen der vom Mobilfunkunternehmen O2 vorgesehenen Ausbauplanung um einen UMTS-Sender am Standort Eselsberg in Schwaigern zu untersuchen.
Runder Tisch Niederhofen wird derzeit von einem Masten in Eppingen-Kleingartach versorgt. Aus diesem Grund war der Ortsteil Niederhofen in den bisherigen Untersuchungen nicht berücksichtigt worden. Der Runde Tisch Mobilfunk beauftragte Ruoff dann, dies nachzuholen. Der Diplom-Ingenieur untersuchte die Situation anhand von fünf Messpunkten und fand heraus, "dass die Strahlenbelastung im Vergleich zu Gesamt-Schwaigern im unteren Bereich liegt" und dass außerdem "die Versorgung gewährleistet ist". Jedoch könne sich dies durch die wachsende Nachfrage nach Smartphones ändern. Die Versorgung würde durch die neue LTE-Technik verbessert. "Von der Effizienz der Systemtechnik ist dies sowohl für das Unternehmen als auch für den Nutzer besser", sagt Ruoff.
Andererseits wird dieser Schritt von UMTS zum Nachfolger LTE, der eine höhere Downloadrate erreicht, zunächst eine höhere Strahlenbelastung zur Folge haben, weil beide Systeme vorläufig noch parallel betrieben werden, vermutet der Fachmann. Die künftige Technik könne den Nutzer gleichzeitig von zwei Standorten aus versorgen.
Die weitere Untersuchung bezog sich auf den Standort Wasserhochbehälter am Eselsberg, nördlich der B 293. Beim vorgesehenen Ausbau auf dem Wasserturm, wo bereits Vodafone und die Telekom vertreten sind, könnte sich bald auch O2 mit einem UMTS-Sender hinzugesellen. Vodafone hat dort jetzt sein vorhandenes UMTS-Netz bereits um die LTE-Technik erweitert. Die Stadt möchte O2 hier einen Standort vorschlagen, ansonsten könnte das Unternehmen selbst aktiv werden und sich einen Standort suchen.
Marschroute Ruoff untersuchte weitere potenzielle Standorte unmittelbar südlich der B293 in der Paul-Gerhardt-Straße und in der Sonnenbergstraße und damit weiter in die Wohnbebauung hinein. Die Grenzwerte würden in allen Fällen deutlich unterschritten.
"Der Ausbau wäre auf dem Wasserturm am Eselsberg sicherlich sinnvoller", sagte Ruoff. Im Grundsatz schloss sich FWV-Fraktionssprecher Hartmut Eisele dieser Feststellung an: "Auch unsere Marschroute ist es, dass der Standort möglichst weit aus der Bebauung herausgehalten soll."
Vermutlich noch im Februar will der Runde Tisch Mobilfunk diese Thematik mit dem Diplom-Ingenieur weiter vertiefen.
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