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Damit die Glocken läuten und die Heizung wärmt
Von unserer Mitarbeiterin Stefanie Pfäffle
Massenbach - Es ist ein wichtiges Amt, aber nicht gerade eines, in dem man mit Lob überschüttet wird. "Da fällt eher eine Bemerkung, wenn etwas nicht stimmt", weiß Massenbachs Pfarrerin Juliane Jersak. "Wie heute, dass es viel zu kalt ist in der Kirche." Doch das war nun wirklich nicht die Schuld der drei neuen Mesner. Eine Sicherung war kaputt gegangen. Doch wenigstens hatte Marian Hernik, der Hausmeister im neuen Trio, schnell den Fehler gefunden, so dass bei der Einsetzung niemand bibbern musste.
Stelle vakant Im Juli vergangenen Jahres hatte die langjährige Mesnerin Christel Hartmann ihr Amt abgegeben, seitdem war die Stelle vakant. "Weil ich sowieso im Gemeinderat bin, hatte ich mich bereit erklärt, einzuspringen, bis jemand Neues gefunden wird", erzählt Regina Hernik (48). Ihr Mann hatte schon bei der Vorgängerin kleine Tätigkeiten erledigt, sei es das Ausreinigen oder eben alles, was ein bisschen handwerkliches Geschick erfordert. "Jetzt habe ich eben zwei Chefs und stopfe alle Löcher", meint der 61-Jährige mit Schalk in den Augen. Auch das Dach, durch das es hin und wieder nach windigen Nächten rein regnet.
Fehlte noch die Dritte im Bunde, Friederike Heinz. "Ich möchte, dass Jesus im Gottesdienst ohne Probleme die Ehre erwiesen werden kann." Die Idee, das Amt des Mesners auf mehrere Schultern zu verteilen, kam aus dem Kirchengemeinderat. "Dann ist bei Ausfall immer einer da, der sich auskennt", sagt Regina Hernik. Heinz ergänzt: "Außerdem ist man als Rentner ja auch mal unterwegs und will nicht jedes Wochenende gebunden sein."
Denn ohne den Mesner läuft wenig. Die beiden Damen sind nun seit November dafür zuständig, Heizung und Glocken zu programmieren. Blumenschmuck und Abendmahl müssen vorbereitet, der Taufstein gestaltet und am Ende wieder alles aufgeräumt und gereinigt werden. Nicht zu vergessen das richtige Parament an der Kanzel und die Lieder an der Anzeige. Im Advent kommen Kranz und Baum dazu, bei Beerdigungen ist der Mesner ebenso anwesend wie bei Konfirmationen und goldenen Hochzeiten. "Das macht es natürlich auch abwechslungsreich", stellen beide fest.
Läuteordnung Zuerst wollten sie alle vier Wochen wechseln, sind aber in den 14-Tage-Rhythmus gewechselt. "Sonst hat ja einer immer Frühgottesdienst", meint Heinz. Pfarrerin Jersak übergab zur Einsetzung Glocken. "Ihr erster Auftrag an den Kirchengemeinderat war es ja, die Läuteordnung zu überarbeiten. Dank Ihnen wissen wir wieder, wann wieso die Glocken erklingen."
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