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Eine glatte Eins für Diakoniestation
Von unserer Mitarbeiterin Cordula Dürr
Möckmühl - Nicht nur bei den Patienten hat die Diakoniestation Möckmühl ein erstklassiges Ansehen. Die Bestnote − eine glatte 1,0 − gab es jetzt auch bei einer unangemeldeten Überprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen. Im Landesdurchschnitt wurde die Note 1,3 vergeben.
Bewertet wird nach Angaben von Pflegedienstleiter Artur Findling, ob es ein Qualitätsmanagement und Pflegeverträge gibt, ob Fortbildungen besucht werden, wie Dienstpläne, Abrechnungen und Pflegekonzepte aussehen und welche Räume zur Verfügung stehen.
Protokolle Außerdem werden Pflegekräfte zu Patienten mit unterschiedlicher Pflegestufe begleitet. Hier werden Medikamentation, Trinkprotokolle, Risikomanagement oder Sturzprophylaxe kontrolliert, und es wird die Kundenzufriedenheit in Abwesenheit des Pflegepersonals erfragt.
Insgesamt werden fast 50 Kriterien benotet, die in die Gesamtbeurteilung einfließen. Wenn durchgehend die 1,0 steht, bedeutet das für Findling: "Wir sind auf dem richtigen Weg." Und das, obwohl es, wie er sagt, "ein ständiger Spagat ist zwischen den gesetzlichen Vorgaben und den Bedürfnissen der Kunden, denen keine Nachteile entstehen dürfen".
"Die Bürokratie hat zugenommen, das Dokumentieren nimmt Zeit in Anspruch, aber letztlich dient das der Sicherheit von Pflegekraft und Patient", sagt Anke Hess, Geschäftsführerin der Diakoniestation. Sie steht unter der Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Möckmühl und ist für Jagsthausen, Widdern, Möckmühl, Roigheim und Neudenau zuständig.
Zwei private Pflegedienste, die in den vergangenen Jahren versuchten in Möckmühl Fuß zu fassen, sind verschwunden und haben Patienten an die Diakoniestation abgegeben, was wiederum für Qualität, Kontinuität und Verlässlichkeit dieser Einrichtung spricht.
Zahlung Neben dem Pflegeangebot in der für die Patienten vertrauten Umgebung, der Verhinderungspflege − wenn pflegende Angehörige ausfallen −, der Nachbarschaftshilfe, der Familienpflege und dem Hospizdienst war der Diakoniestation bis vor einigen Jahren noch eine IAV-Stelle angegliedert. Seit die Stelle vakant ist, haben die betroffenen Gemeinden auch keine Zahlungen mehr geleistet, obwohl Findling die Beratungsleistung zusätzlich erbringt.
Die Betroffenen oder ihre Angehörigen bekommen Informationen zu Pflegehilfsmitteln, zur Wohnungsumgestaltung bei eingeschränkter Gehfähigkeit und zur Pflegekasse oder auch Hilfestellung bei der Unterbringung in einer pflegerischen Einrichtung, wenn eine Betreuung im häuslichen Umfeld nicht mehr geht. Dazu sind auch oft Hausbesuche erforderlich.
Das kostet Zeit, die bisher zusätzlich investiert, aber nicht honoriert wurde. Da eine Reaktivierung der IAV-Stelle nicht in Frage kommt, nachdem das Landratsamt in Heilbronn zentral einen Pflegestützpunkt eingerichtet hat, wollen sich die Gemeinden darauf verständigen, 75 Prozent dieser Kosten zu übernehmen. 25 Prozent trägt dann die evangelische Kirchengemeinde.
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