Gegen die Stoppuhr

Neuenstadt  Der Lindenlauf startet am kommenden Samstag. Am Veranstaltungstag sind noch Nachmeldungen möglich.

Von Vanessa Müller

Gegen die Stoppuhr

Mit 41 Jahren ist der Lindenlauf einer der traditionsreichsten in der Region. Die Mitorganisatoren Ines Schöll und Stefan Rüdele jubeln schon mal.

Foto: Vanessa Müller

Das ist neu: Gingen die Teilnehmer beim Lindenlauf in den vergangenen Jahren immer erst im April oder Mai an den Start, ist es dieses Mal schon am Samstag, 18. März, soweit. Ein Nachteil? Überhaupt nicht, findet Mitorganisator Stefan Rüdele.

"So früh gibt es nämlich kaum Konkurrenzveranstaltungen", erklärt der Chef der Abteilung Turnen und Leichtathletik des TSV Neuenstadt. Außerdem sei der Lauf mit Steigungen von zehn und zwölf Prozent der perfekte Start in die Saison. Knieschonend führt er fast ausschließlich über Waldboden.

Neben Schülerwettkämpfen sowie Lauf- und Walkingstrecken über fünf und zehn Kilometer bietet er wie immer auch einen Halbmarathon über 21 Kilometer. Das unterscheidet ihn von den anderen fünf Läufen, die zum Drei-Flüsse-Cup gehören.

Bislang 400 Voranmeldungen

Dass die Wertung in den Cup einfließt, ist auch der Grund für den frühen Startschuss. Denn nach dem Wegfall des Plattenwald- und Südzuckerlaufs in Duttenberg ist unter Regie der örtlichen Stadtverwaltung am 1. April zum ersten Mal die Friedrichshaller Runde mit dabei. "Der Termin war gesetzt, weil die Veranstaltung von der Salzstadt-Messe umrahmt werden soll", sagt Rüdele. Und so wurde Neuenstadt als Auftakt auserkoren.

400 Voranmeldungen gibt es schon, mit 600 bis 700 Teilnehmern rechnen die Organisatoren. Wer jetzt noch dabei sein will, der muss sich am Veranstaltungstag bis 30 Minuten vor Start melden. Einziger Wermutstropfen: "Viele Nordic-Walker kommen spontan", weiß Rüdele. "Wenn die morgens aus dem Fenster gucken und es regnet, dann nehmen die nicht teil."

Spenden für kranken Haily 

Das Organisationsteam startet derzeit in die heiße Phase. Die Werbebanner hängen, gerade sind die Helfer dabei, Schilder und Markierungen anzubringen, damit die Teilnehmer von den Bambinis im Kindergartenalter bis zu den Senioren auf dem richtigen Weg bleiben. "Für den Verein ist der Lindenlauf jedes Mal eine Herausforderung", sagt Rüdele. Die Ehrenamtlichen nehmen sie aber gerne an. An die 80 Helfer aus TSV-Reihen sind am Samstag als Streckenposten, im Bereich von Start und Ziel an den Helmbundhallen, in der Anmeldung, dem Wettkampfbüro oder zur Bewirtung eingesetzt.

Gegen die Stoppuhr

Teilnehmer können außerdem für die an Blutkrebs erkrankte kleine Haily aus Hausen spenden. Der TSV gibt fünf Cent pro gelaufenen Kilometer aller Teilnehmer dazu.

Auch in der 41. Ausgabe verändert der Lindenlauf sein Gesicht nicht all zu sehr. Dennoch ist fürs kommende Jahr das ein oder andere geplant. "Wir überlegen, ob wir Wettbewerbe wie einen Staffellauf oder eine Kindergartenchallenge integrieren", sagt Rüdele. Denn die Laufszene verändert sich mit der Zeit. "Anfang der 2000er gab es deutlich weniger Starter als heute", hat er festgestellt. In den vergangenen zehn Jahren folgte der Anstieg. "Da gab es einen richtigen Hype. Es wurde cool, sich zu bewegen, Sport zu machen." Mittlerweile sei ein Sättigungseffekt eingetreten, glaubt Rüdele. "Das einfache Laufen wird manchen Leuten zu langweilig. Darum kommen immer mehr Hindernisstrecken wie der Motorman Run dazu." Der startet am 9. September und soll wieder eine richtige Schlammschlacht werden.

Info: Der Laufcup feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Er besteht aus sechs regionalen Volksläufen. Saisoneröffnung ist am Samstag, 18. März, in Neuenstadt. Am 1. April geht es in die Friedrichshaller Runde, am 9. April feiert der Palmsonntagslauf in Schefflenz-Mittelschefflenz sein 20-Jähriges. Am 18. Juni startet der Finsterklingenlauf in Billigheim-Sulzbach, am 23. Juli der Gänslauf in Neudenau-Herbolzheim. Cupfinale ist am 17. September beim Elztaler Volkslauf in Elztal-Auerbach.