Chefredakteur diskutiert mit Bürgern
Lokalpolitische Themen und die Meinung der Leser stehen im Mittelpunkt des Interesses, wenn Stimme-Chefredakteur Uwe Heer bei seiner Lokaltour in den Kommunen in der Region zu Gast ist.- Artikel
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Lockere Runde tauscht sich aus
Von Heike Kinkopf
Einem kleinen, aber diskussionsfreudigen Leserkreis steht Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer (rechts) in Neckarsulm Rede und Antwort.Foto: Andreas Veigel
Neckarsulm - Ist die Heilbronner Stimme (HSt) parteiisch? Beeinflussen Anzeigenkunden die Berichterstattung der Redakteure? Und wie reagieren Neckarsulmer auf die Finanznöte der Stadt? Bei der Lokaltour im „Gnadenstäffele“ kommen in einer kleinen Runde interessierter Leser viele Themen auf den Tisch.„Ich traue der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat zu, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen“, reagiert Bernd Herrmann gelassen auf das Minus in der städtischen Kasse.
Abstriche
Klar bietet die Ankündigung, den geplanten Hallenbad-Neubau zu schieben, genügend Gesprächsstoff – gerade den Schwimmern, erzählt Herrmann, der dem Vorstand der Neckarsulmer Sport-Union angehört. Was ist für die Bevölkerung wichtig? Wo macht man Abstriche? Solche Fragen seien jetzt zu klären, meint Thomas Diemer.
Die Unaufgeregtheit, mit der seiner Beobachtung nach Neckarsulmer auf die finanzielle Situation reagieren, führt er unter anderem auch auf den „guten Draht“ zwischen Bürgern und Entscheidungsträgern zurück: Stadträte, Rathausmitarbeiter und Verwaltungsspitze stünden stets als Ansprechpartner zur Verfügung.
Alte Themen kommen auf den Tisch. Zum Beispiel die Schließung des Marktplatzes für den Durchgangsverkehr im Jahr 2004. Ein richtiger Schritt, aber nach wie vor ungelöst sei die damit einhergehende Verkehrsbelastung in Nebenstraßen. Und eine bessere Beschilderung für ortsunkundige Autofahrer müsse ebenfalls her.
Meinungen
Zurück zur Stimme. „Ist sie parteiisch?“, will Elisabeth Schubert wissen. Auf eine unabhängige und repräsentative Leserbefragung verweist Chefredakteur Uwe Ralf Heer. Die große Mehrheit attestiere der Zeitung Ausgewogenheit. „Wir leben von unterschiedlichen Meinungen“, unterstreicht Heer. So spreche sich beispielsweise ein Kommentar mal für den Verbleib deutscher Soldaten in Afghanistan aus, mal dagegen. Auch Anzeigenkunden, sagt Heer, bestimmten nicht, worüber die Zeitung schreibt.
Leserbriefe, Rechtschreibfehler, die Vor- und Nachteile einer Monopolzeitung, Nachrichten auf www.stimme.de oder die Folgen der Null-Frühstücks-Haushalte für eine Regionalzeitung – in knackigen 90 Minuten durchstreift die Lokaltour im „Gnadenstäffele“ das bunte Leben rund um Neckarsulm und die Zeitung.
23.09.2009
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