Chefredakteur diskutiert mit Bürgern


Uwe Ralf Heer Lokalpolitische Themen und die Meinung der Leser stehen im Mittelpunkt des Interesses, wenn Stimme-Chefredakteur Uwe Heer bei seiner Lokaltour in den Kommunen in der Region zu Gast ist.






Brückenneubau bleibt Sorgenkind – Druck der Bürger auf die Politik gefordert

Von Rolf Muth

Lauffen - Ärger über den erforderlichen B 27-Brückenneubau in Lauffen ohne ein schlüssiges Verkehrskonzept von Bund und Land. Die Verbesserung der Radwege von Lauffen nach Heilbronn und ins Zabergäu. Die tägliche Arbeit in der Zeitungsredaktion: Das waren die Schwerpunktthemen, die bei der dritten Lokaltour von Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer im Lauffener Café-Restaurant Lichtburg auf den Tisch kamen. 30 Bürger beteiligten sich an der Diskussion.

Den Menschen der Neckarstadt brennt das Thema Neubau der B 27-Brücke besonders auf den Nägeln. Nicht ohne Grund. Es droht die zweigeteilte Stadt und der Verkehrskollaps für Neckarwestheim, Nordheim und Heilbronn-Klingenberg. Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger erinnerte an den bisherigen Verlauf und fasste die neuen Ergebnisse zusammen: 2001, als das Thema Brückensanierung aufgekommen ist, sei klar gewesen, dass eine Sperrung der B27-Brücke im Falle einer Sanierung nicht möglich sei.

Kehrtwende

Nach sieben Jahren erlebte Waldenberger bei den zuständigen Behörden im Regierungspräsidium die totale Kehrtwende: 14 Monate Vollsperrung; Umleitung der täglich 20 000 Fahrzeuge über Nordheim, Neckarwestheim und die Autobahn. Fachleute haben für die Ortschaften im Falle der Umleitung ein Plus von 8000 Fahrzeugen errechnet. Das ist insbesondere für das überlastete Klingenberg ein Horrorszenario. Deshalb fordern die betroffenen Kommunen eine Behelfsbrücke in Lauffen.

Die dafür ermittelten Kosten wurden von geschätzten 1,9 auf 2,5 Millionen Euro nach oben korrigiert. Der Bund als Straßenlastträger lehnt die Finanzierung ab. Die Kommunen hatten zunächst eine Gegenrechnung aufgemacht. Denn der volkswirtschaftliche Schaden durch den Umleitungsverkehr, so Waldenberger, sei mit fünf Millionen Euro doppelt so hoch. Eine Rechenhilfe, die weder Bund noch Land akzeptieren.

Mitte Januar habe es mit dem Regierungspräsidium, den inzwischen eingeschalteten Gutachtern des Landes und der Kommunen ein weiteres Spitzengespräch gegeben. Waldenberger ist enttäuscht: „Die Behelfsbrücke wird weiterhin abgelehnt.“ Kopfschütteln bei den anwesenden Bürgern.

Lauffen wäre ohne Behelfsbrücke durch den Neckar zweigeteilt. Damit Anwohner aus dem Städtle ins Vordere Burgfeld fahren können, Unbefugte aber draußen bleiben, muss sich die Stadt eine Regelung einfallen lassen. Vorschlag des Regierungspräsidiums: eine Schranke und die Ausgabe sogenannter Transponder für berechtigte Fahrzeuge, damit sich die Schranke hebt. So könnte man über die alte Neckarbrücke und Mühltorstraße bis zur Ilsfelder Straße gelangen. Als Umleitungsstrecke eignet sich die Mühltorstraße jedoch nicht. Sie ist schon jetzt mit täglich 2500 Fahrzeugen am Limit.

Bleibt die Straßenbauverwaltung stur, wären die Folgen etwa für Neckarwestheim verheerend: „Mit tausenden Fahrzeugen zusätzlich wird die Gemeinde aus dem Dornröschenschlaf geweckt und in ein Nesselwang verwandelt“, meint Waldenberger. „Das ist nicht verantwortbar.“ Die Zeit drängt, sagte der Bürgermeister. Er hat das Gefühl, dass das Thema bis nach den Wahlen hinausgezögert werden soll. „Wir müssen bis zur Bundestagswahl im September aber eine Lösung haben. Danach geht nichts mehr.“ Nur massiver Druck der Bevölkerung auf Landes- und Bundespolitiker könne in den Amtsstuben von Bund und Land etwas bewegen.

Radwege

Momentan strampeln die Radler rechts des Neckars von Lauffen nach Heilbronn. Konfliktpunkt war immer ein Firmengelände. Befristet auf 20 Jahre habe die Firma Märker der Überfahrt nun zugestimmt. Reizvoll wäre aber auch ein Radweg links des Neckars. In Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt deutet sich, so Waldenberger, eine Lösung für die notwendige Überquerung des Flusses bei Horkheim an.
18.02.2009


termine12besenkalenderverkehrspiele

An alle Leser der "Heilbronner Stimme"



Diese Woche neu im Kino

  • Gefährten Gefährten Ein Pferd gerät in die Mühlen des Ersten Weltkriegs. Steven Spielberg lässt für den sentimentalen Groschenheft-Stoff aus allen Kanonen feuern. Zum Film
  • Don - The King Is Back Don - The King Is Back Shah Rukh Khan kämpft, sprengt und taktiert sich in einem Hochglanz-Actionspektakel, das Hollywood alle Ehre macht, durch die Hauptstadt. Zum Film
  • Yoko Yoko Nur bedingt ein Spaß für die ganze Familie: Die Kinderbuchverfilmung "Yoko" ist vor allem für die noch kitschresistenten jungen Zuschauer gemacht. Zum Film

Umfrage

Lade TED
 
Ted wird geladen, bitte warten...
 

Archiv-Ticker: Zurückgeblättert

Anzeigenmarkt