Magic Acoustic Guitars: Tempo, Spielfreude und Virtuosität

Untergruppenbach - Rund 100 Auftritte haben die beiden bundesweit jedes Jahr, in die Region Heilbronn verschlägt es Roland Palatzky und Matthias Waßer aus Schwäbisch Hall aber nur selten. Am Sonntag war es auf Burg Stettenfels wieder einmal so weit: Magic Acoustic Guitars gaben ein beeindruckendes Gastspiel mit dem Stuttgarter Jochen Zunker als Verstärkung am Bass.

Von Uwe Deecke

Untergruppenbach - Rund 100 Auftritte haben die beiden bundesweit jedes Jahr, in die Region Heilbronn verschlägt es Roland Palatzky und Matthias Waßer aus Schwäbisch Hall aber nur selten. Am Sonntag war es auf Burg Stettenfels wieder einmal so weit: Magic Acoustic Guitars gaben ein beeindruckendes Gastspiel mit dem Stuttgarter Jochen Zunker als Verstärkung am Bass. Einmal im Jahr sind sie hier fest gebucht, und das Ambiente passt auch wunderbar zu ihrem Stil: Akustische Gitarren, mit denen die beiden Virtuosen eine Weltreise von Spanien über Südamerika in die Staaten machen.

Jede Gitarre dient auch als Percussion und hat ihr eigenes Mikro, dann noch ein Kontrabass als letzte Ergänzung, bevor es an die großen Gitarristen geht: Django Reinhardts Zigeunerjazz haben sie im Repertoire, aber auch Al di Meola in der Sundance-Kurzversion. Santana natürlich, aber auch einige hier unbekannte Mexikaner, die den Fingern alles an Tempo und Präzision abverlangen. Roland Palatzky spielt seine Rhythmusgitarre genau und mit viel Swing, Matthias Waßer möchte, so scheint es, alle Geschwindigkeitsrekorde bei seinen Soli brechen.

Balladen Klar latinorientiert ist ihr Repertoire, doch es gibt auch die nötigen Pausen mit Eigenem und bekannten Balladen wie "Tears in Heaven". Schon nach dem ersten Stück ist das Publikum hingerissen durch die spannende Gitarren-Show. Lee Ritenour interpretiert das Trio mit Spielfreude und Leidenschaft, und auch die eigenen Stücke fallen kaum ab zum Restprogramm. "Ohne Worte" heißt ihr neues Album, und so spielen sie auch: Instrumental, ohne technischen Schnickschnack und perfekt aufeinander abgestimmt. Musik für die Massen ist das nicht, dennoch haben sich 100 gitarrenbegeisterte Zuhörer eingefunden. Ovationen und zwei Zugaben.