Dabeisein ist (fast) alles

Heilbronn - Seit 36 Jahren wird der Internationale Museumstag in Deutschland, Österreich und der Schweiz begangen. Mehr als 1500 Einrichtungen in ganz Deutschland haben am Sonntag mitgemacht.

Dabeisein ist (fast) alles

Hier wird noch nicht getwittert: In der Heilbronner Stadtgeschichte im Deutschhof-Museum geht es beim Internationalen Museumstag ganz klassisch zu.

Foto: Sawatzki

Heilbronn - Seit 36 Jahren wird der Internationale Museumstag in Deutschland, Österreich und der Schweiz begangen. Mehr als 1500 Einrichtungen in ganz Deutschland haben am Sonntag mitgemacht.

Auch die Städtischen Museen Heilbronn haben sich an dem Aktionstag beteiligt, an dem nicht nur − das ist nach wie vor gute Tradition − ein Schlaglicht auf die traditionelle Museumsarbeit geworfen wird, sondern auch ein Ausblick auf die Zukunft der Museen.

Diese Zukunft, da ist sich Christina Jacob, die Leiterin der Archäologie-Abteilung, sicher, wird sich auch in den sozialen Medien abspielen. Und so sind es in diesem Jahr nicht nur allerlei Führungen im Deutschhof und in der Kunsthalle Vogelmann, die angeboten werden sowie eine offene Werkstatt, in der die jüngsten Museumsfreunde eine persönliche Stadtansicht von Heilbronn basteln: Es gibt ein erstes Tweetup, eines jener seltenen Treffen im wahren Leben von Twitterern, die ihre spontanen Eindrücke einer Museumsführung ebenso spontan in die Welt verschicken. Sechs Smartphones glühen: Eifrig werden Impressionen und nur allzu persönliche Empfindungen in den Twitter-Account (Hashtag Raute IMT13) eingegeben, Fotos geschossen. "Dabeisein ist fast alles", sagt Bettina Reinhart, die anwesende Nicht-Twitterer gerne über die Schulter schauen lässt.

Befreundete Museen und Institutionen grüßen und holen Erkundigungen ein. Ein Tweetup ist immer ein großer Marktplatz. Christina Jacob, die sich in ihrem Vortrag zuvor ganz analog auf die Heilbronner Stadtentwicklung bis zur Neuzeit konzentriert hat, ist zufrieden. "Ein vielversprechender Anfang." mia