Versuchter Mord: Frühere Lebensgefährtin mit Messer attackiert

Heilbronn  Der Ex-Partner einer Frau soll mit seinem Auto ungebremst auf die Fahrerseite ihres Wagens gefahren sein. Dann soll der Angeklagte mit einem Messer auf sein Opfer eingestochen haben. Ein Passant griff mutig ein, die Frau musste notoperiert werden.

Von Carsten Friese

Ein dramatisches Beziehungsdrama wird ab dem heutigen Dienstag vor dem Heilbronner Landgericht verhandelt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten (Jahrgang 1974) vor, seiner früheren Partnerin in der Herbert-Hoover-Siedlung in Heilbronn im August 2017 früh morgens aufgelauert zu haben. Als sie dann in ihr Auto einstieg, soll der Mann mit seinem Auto ungebremst auf die Fahrerseite ihres Wagens gefahren sein, um sie zu  töten.

Dann soll er ausgestiegen sein und kontrolliert haben, ob das Opfer tot ist. Als er bemerkte, dass es noch lebt, soll er mit einem Stein die Autoscheibe auf der Fahrerseite eingeschlagen und mehrmals mit dem Messer auf die Frau eingestochen haben.

Mutiges Eingreifen eines Passanten

Ein aufmerksamer Passant hat laut Anklage mutig eingegriffen und den Täter von weiteren Angriffen auf sein Opfer abgehalte. Im Zustand akuter Lebensgefahr ist die schwerverletzte Frau im SLK-Klinikum notoperiert worden. Sie überlebte.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der Mann seine frühere Partnerin für seine unbefriedigende Lebenssituation verantwortlich gemacht. Versuchter Mord lautet die Anklage. Der Angeklagte sitzt in U-Haft. 

Das Gericht hat für den Fall Prozesstermine bis Mitte März angesetzt, 24 Zeugen und drei Sachverständige geladen.