Unfallfahrer von Abstatt war betrunken

Abstatt  Ein 36-jähriger Mann ist bei einem Verkehrsunfall in Abstatt am Sonntagabend gestorben. Der Unfallfahrer und ein weiterer Fahrzeuginsasse flüchteten anschließend, konnten von der Polizei allerdings geschnappt werden. Wie sich jetzt herausstellte, war der Unfallverursacher betrunken.

Von Steffen Heizereder

Einzig eine Kerze am Straßenrand wies gestern Morgen in der Carl-Berberich-Straße im Abstatter Gewerbegebiet Happenbacher Tal auf das Geschehen vom Vortag hin. Ein 36-Jähriger war am Sonntag bei einem Verkehrsunfall gestorben. Zwei weitere Fahrzeuginsassen, darunter der Fahrer des verunglückten Renault Laguna, flüchteten zu Fuß (wir berichteten).

 

 

Großfahndung Nach einer eingeleiteten Großfahndung mit Hubschrauber, Hundestaffel und zehn Polizeistreifen konnten die beiden Flüchtigen mittlerweile gestellt werden. Den 31-Jährigen Unfallfahrer ergriffen die Polizisten noch am Sonntagabend in unmittelbarer Nähe zur Unfallstelle. Den dritten Fahrzeuginsassen ermittelten sie am Montagvormittag. Er wurde in seiner Wohnung angetroffen. Wie Polizeisprecher Rainer Köller auf Anfrage der Heilbronner Stimme bekanntgab, war der 31-jährige Fahrer offenbar betrunken. Nach Einschätzung von Köller war das auch der Grund, warum die beiden Männer nach dem Unfall flüchteten, anstatt ihrem Mitfahrer zu helfen.

Nasse Fahrbahn Wie berichtet, verlor der 31-jährige Renault-Fahrer am Sonntagabend kurz nach 18 Uhr auf offenbar nasser Fahrbahn die Kontrolle über seinen Renault Laguna und geriet ins Schleudern. Er prallte anschließend mit der rechten Seite seines Fahrzeugs gegen das linke Heck eines dort parkenden Sattelzug-Aufliegers.

Notärzte versuchten den 36-Jährigen zu retten. Wie die Polizei mitteilte, starb der Mann allerdings noch an der Unfallstelle. Er wurde offenbar durch die Wucht des Aufpralls aus dem Wagen geschleudert. Weitere Verkehrsteilnehmer waren nicht in den Unfall verwickelt.

Warum die Männer in dem Gewerbegebiet unterwegs waren, ist bislang unklar. Ein Zeuge hatte der Heilbronner Stimme gegenüber geäußert, dass er gesehen habe, wie die Männer am Sonntagabend gegen 17 Uhr mit offenbar kaputtem Auspuff auf den Hof eines Gewerbetreibenden eingebogen sind.

Hundestaffel Um die Unfallursache abschließend zu klären, hat die Staatsanwaltschaft Heilbronn angeordnet, einen Sachverständigen hinzuzuziehen.

Die Feuerwehr war mit 30 Mann im Einsatz. Zudem waren zwei Notärzte, zehn Rettungssanitäter und vier Notfallseelsorger zur Unfallstelle geeilt. Neben dem Hubschrauber beteiligten sich auch 16 Mitglieder der Rettungshundestaffel an der Suchaktion.

 

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