Stolperstein-Verlegung in Heilbronn und Neckarsulm

Region Heilbronn - Der Künstler Gunter Demnig hat in Heilbronn und Neckarsulm sogenannte Stolpersteine ins Pflaster gelegt. Sie sollen an die Opfer des NS-Regimes erinnern und sind vor den letzten Wohnorten der Menschen platziert, die die Nazis ermordet haben.

Von Helmut Buchholz

Region Heilbronn - Der Künstler Gunter Demnig hat in Heilbronn und Neckarsulm sogenannte Stolpersteine ins Pflaster gelegt. Sie sollen an die Opfer des NS-Regimes erinnern und sind vor  den letzten Wohnorten der Menschen platziert, die die Nazis ermordet haben.

Die Stolpersteine sind das Lebenswerk des Künstlers. Er hat schon 34.000 solcher Stolpersteine in Städten ganz Deutschlands verlegt.

Runder Tisch

Mit dem Setzen des Steins ist es aber nicht getan. In Heilbronn hat sich ein runder Tisch „Stolpersteine“ gebildet, der eng mit Schulen und Stadtarchiv zusammenarbeitet. Junge Leute recherchieren vor dem Setzen jeden Steins über Leben, Schicksal und Tod der NS-Opfer. So soll die Erinnerung wach gehalten werden und ein Anstoß zur Beschäftigung mit der Geschichte gegeben werden.

Als Gunter Demnig am Dienstagmorgen einen Stolperstein vor das Haus in der Heilbronner Pestalozzistraße 31 in Heilbronn setzte, führten rund 40 Schüler einer Zimmermannsklasse ein selbst getextetes Stück auf, das an das Leben von Willi Fröhle erinnert. Er wurde 1944 wegen „Wehrkraftzersetzung“ hingerichtet.