Motiv für Tötung von 15-Jähriger bleibt im Dunkeln

Heilbronn - Am Freitag hat vor dem Heilbronner Landgericht der Prozess gegen den 33-jährigen Christian S. begonnen, dem zur Last gelegt wird, die ihm anvertraute 15-jährige Tochter seiner Lebensgefährtin getötet zu haben.

Von Valerie Blass

Heilbronn - Am Freitag hat vor dem Heilbronner Landgericht der Prozess gegen den 33-jährigen Christian S. begonnen, dem zur Last gelegt wird, im Dezember vergangenen Jahres die ihm anvertraute 15-jährige Tochter seiner Lebensgefährtin getötet zu haben. Zuvor soll es zu "mutmaßlichen einvernehmlichen sexuellen Handlungen" zwischen dem Teenager und dem Angeklagten in der Wohnung in Steinheim gekommen sein, in der beide zusammen wohnten. Die Mutter des Mädchens, die in Norddeutschland lebte, hatte dem Angeklagten ihre Tochter zur Fürsorge anvertraut.

 Unauffälliges Leben

Wie und warum es zu Ereignissen kommen konnte, an deren Ende schließlich der Tod des Mädchens stand, blieb nach dem ersten Prozesstag im Dunkeln. Der Angeklagte, der eigentlich aus Norddeutschland stammt und erst 2011 aus beruflichen Gründen in den Südwesten umgezogen war, lebte offenbar bis zum verhängnisvollen Tag kurz vor Weihnachten ein unauffälliges Leben: Er habe ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern und seinen Schwestern gehabt, ließ der Angeklagte von seinem Anwalt verlesen, er hatte meist Arbeit in seinem erlernten Beruf als Kfz-Mechaniker und trank nur selten Alkohol.

Trotzdem kam es zu der Tat, für die der Angeklagte bereits seine Verantwortung eingeräumt hat.

Für den Prozess sind noch sieben Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll voraussichtlich am 26. Juli verkündet werden.