Modellbahnfreunde erschüttert

Heilbronn - Nach dem Dachstuhlbrand, bei dem eine Modelleisenbahnanlage der EnBW-Freizeit- und Betriebssportgruppe stark beschädigt wurde, untersuchen Ermittler der Polizei der Brandort. Nach ersten Ergebnissen hat ein technischer Defekt das Feuer ausgelöst.

Von unserem Redakteur Carsten Friese

Heilbronn - Was Abteilungsleiter Hanspeter Schneider am Donnerstagabend im Schein einer Taschenlampe nach dem Dachstuhlbrand in der Ohmstraße von der großen Modelleisenbahnanlage der EnBW-Freizeit- und Betriebssportgruppe sah, hat ihn erschüttert. "Die rund 5000 Euro teure Steuerung ist kaputt. Überall liegt ein schmieriger Rußfilm auf der Anlage, Kunststoffteile sind durch die große Hitze geschmolzen", stellte Schneider (67) fest.

Jahre lange Arbeit durch Feuer zerstört. Die Modelleisenbahnanlage der EnBW Freizeitgruppe nach dem Brand am Donnerstag. Foto: Feuerwehr Heilbronn


Betreten verboten

Die nächsten Tage dürfen die Modellbahnfans das Gebäude nicht betreten – Polizeiermittler und Sachverständige waren am Brandort, den die Feuerwehr mit Stützpfeilern gesichert hatte. Mit einem Großaufgebot von 85 Kräften war die Wehr am Donnerstagabend zum Brandort gefahren und hatte verhindern können, dass die Anlage in Flammen aufgeht.

Zur Brandursache haben die Ermittler neue Erkenntnisse. "Vieles deutet auf einen technischen Defekt hin", sagte Polizeisprecher Harald Schumacher. In tausenden Arbeitsstunden hatten die EnBW-Bahnfreunde ein Heilbronn in Miniatur geschaffen. Der Wert der Anlage: rund 150.000 Euro.