Legionellen-Fälle: Mann stirbt nach Infektion

Region - In der vergangenen Woche ist nach Informationen unserer Zeitung ein Mann aus Heilbronn gestorben, der bis vor kurzem noch mit Legionellen infiziert war. Ob die Legionellose ursächlich für den Tod gewesen sein könnte, kann derzeit aber offenbar nicht beantwortet werden.

Legionellen
Gefährliche Erreger: Legionellen sind die Verursacher der unter Umständen tödlich endenden Legionärs-Krankheit. (Bild: TU Dresden/tmn)
Region - In der vergangenen Woche ist nach Informationen unserer Zeitung ein Mann aus Heilbronn gestorben, der bis vor kurzem noch mit Legionellen infiziert war. Ob die Legionellose ursächlich für den Tod gewesen sein könnte, kann derzeit aber offenbar nicht beantwortet werden. Der Mann soll nicht nur unter der Legionärskrankheit, sondern auch anderen Vorerkrankungen gelitten haben.

Bei allen Patienten im Krankenhaus am Gesundbrunnen wurde oder werde die Legionellen-Lungenentzündung „mit Antibiotika erfolgreich behandelt, und sie ist abgeklungen oder am Abklingen“, teilte Valerie Blass, Sprecherin der SLK-Kliniken am Montag mit. „Gleichzeitig gilt, dass alle wegen Legionellen hier behandelten Patienten schwer und mehrfach erkrankt sind oder waren.“

Der nun verstorbene Mann war ebenfalls Patient des Krankenhauses am Gesundbrunnen und vor seinem Tod nach Hause entlassen worden.

Neuer Fall

Ende vergangener Woche sei im Gesundbrunnen ein weiterer Patient dazugekommen, bei dem Legionellen nachgewiesen wurden, teilte Blass mit. „Es sind aktuell drei Patienten in der Klinik. Bei zweien ist die Legionellen-Pneumonie unter Antibiotika-Behandlung am Abklingen, und es geht ihnen besser.“ Der dritte Patient werde in Kürze nach Hause entlassen.

Nach Erkenntnissen des städtischen Gesundheitsamtes soll es zwischen diesem neuen Fall und den bislang bekannten Fällen aus dem Stadtkreis Heilbronn keinen Zusammenhang geben. Der Patient habe sich während der Inkubationszeit nicht in Deutschland aufgehalten, sagte Heilbronns Pressesprecher Christian Britzke.

Nach wie vor ist unklar, wie die Häufung der Legionellen-Erkrankungen in der Region zu erklären ist. „Das städtische Gesundheitsamt muss die Untersuchungsergebnisse der gezogenen Proben abwarten“, so Britzke. aho