Brandleiche: Staatsschutz ermittelt

Bad Canstatt/Heilbronn  Polizei und Landeskriminalamt beschäftigt der Tod eines 21-Jährigen aus dem Raum Heilbronn, der sich am Montag in Stuttgart-Bad Cannstatt in seinem Auto selbst verbrannte.

Der junge Mann gab vor, Hinweise zum NSU-Trio geben zu können. Er soll sich nach Angaben von Horst Haug, Pressesprecher des LKAs in Stuttgart, zeitweise in der rechten Szene aufgehalten haben.

Haug bestätigte damit eine Meldung des SWR. Der 21-Jährige hätte am Montag vom LKA zu seiner Zeit in der rechten Szene befragt werden sollen. Zuvor verbrannte er sich auf dem Gelände des Cannstatter Wasen in seinem Auto.

Befragung

Haug sagte, dass der Kontakt des Mannes in die rechte Szene noch nicht so lange zurückliege. Er betonte, dass die Befragung von der Ermittlungsgruppe „Umfeld“ des Landeskriminalamts in Stuttgart ausging. Mit den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft in Zusammenhang mit den Taten des NSU hätten diese nichts zu tun.

Nach Angaben von Thomas Ulmer, Pressesprecher der Stuttgarter Polizei, hatte ein Zeuge am Montag gesehen, wie der 21-Jährige alleine in sein Auto gestiegen war. Danach habe es eine Explosion gegeben. Im ausgebrannten Fahrzeug fanden die Ermittler einen geschmolzenen Plastikbehälter. „Der Brandschutt wird auf Rückstände von Brandbeschleuniger untersucht“, sagt Ulmer. Das Ergebnis der Untersuchung stehe noch aus.

Widersprüche

Die Bundesanwaltschaft beauftragte das LKA im Januar 2012, den Mann als Zeuge zu vernehmen. „Seine lediglich vagen und teilweise widersprüchlichen Angaben haben sich als nicht tragfähig erwiesen“, sagt Marcus Köhler, Pressesprecher der Bundesanwaltschaft. Deshalb sei er nicht in der Anklageschrift gegen Beate Zschäpe und die vier weiteren Angeklagten benannt.

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft teilte auf Anfrage mit, dass sich der 21-Jährige aus persönlichen Gründen das Leben nahm. jükü