Brandleiche: DGB fordert Untersuchungsausschuss

Heilbronn/Stuttgart  Nach dem Selbstmord eines 21-Jährigen aus dem Landkreis Heilbronn fordert der DGB einen Untersuchungsausschuss im baden-württembergischen Landtag.

Wie berichtet, hatte sich der junge Mann in seinem Auto auf dem Cannstatter Wasen selbst verbrannt. Er war auf dem Weg zum Landeskriminalamt und solle dort zur NSU-Terrorzelle vernommen werden.

„Das Auto, in dem der junge Mann verbrannte, stand in Stuttgart Bad Cannstatt auf der Zufahrt zum dortigen Campingplatz – einem Ort an dem sich die Zwickauer Terrorzelle Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos wohl nachweislich aufgehalten hatten“, sagt Silke Ortwein, DGB-Kreisvorsitzende aus Heilbronn. Es sei an der Zeit, dass auch Baden Württemberg einen NSU-Untersuchungsausschuss einrichte.

Aus dem baden-württembergischen Innenministerium heißt es, dass es über den Vorfall auf dem Cannstatter Wasen und den damit verbundenen Erkenntnissen informiert war. „Eine politische Dimension können wir derzeit nicht erkennen“, sagt Rüdiger Felber, Sprecher des Innenministeriums. Es habe bereits einen Untersuchungsausschuss in Berlin gegeben, den Baden-Württemberg tatkräftig unterstützt habe. jükü