100.000 Euro Steuern hinterzogen

Heilbronn - Das Amtsgericht Heilbronn verurteilte jetzt einen 52-Jährigen aus dem Raum Heilbronn wegen Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in 14 Fällen und der Umsatzsteuerhinterziehung in elf Fällen zu einer Haftstrafe von einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung.

Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Heilbronn ergaben, dass der selbstständige Subunternehmer von Mai 2008 bis Juni 2009 einen Paketdienst betrieb, der formal auf den Sohn angemeldet war. Er selbst war offiziell nur als Betriebsleiter angestellt. In diesem Zeitraum beschäftigte er mehr als 30 Arbeitnehmer.

Mehr als 70.000 Euro Sozialabgaben wurden zu wenig an die Sozialkassen entrichtet. Dem Finanzamt entging Umsatzsteuer in Höhe von 100.000 Euro. Der mitangeklagte Sohn muss 600 Euro zahlen. Den Schaden müssen Vater und Sohn ersetzen.

Die Ehefrau (46) arbeitete unentgeltlich im Betrieb mit. Weil sie Arbeitslosengeld erhält, bezog sie knapp 1 000 Euro Arbeitslosengeld zu Unrecht und muss diese Summe zurückzahlen. Wegen Betrugs erhielt sie eine Geldstrafe von 600 Euro.



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