EnBW will Altreaktor Neckarwestheim am Netz lassen

Neckarwestheim/Karlsruhe - Der Energiekonzern EnBW will die nach dem Atomgesetz bevorstehende Abschaltung des über 30 Jahre alten Kernkraftwerks Neckarwestheim I nach Kräften verhindern.

11.02.2010

Kommentare

2 Kommentare
  • 1
      auch-von-hier am 12.02.2010 03:31 Uhr

    Alle AKWs abschalten!

    Der Protest geht weiter:

    6.2.10: Schmutziger Atomstrom / Protest in Heilbronn:
    Film über die Aktion

    7.2.10: 170 Leute protestieren vor GKN
    Aktionsbündnis Castorwiderstand Neckarwestheim

    7.3.10 nächster "Sonntagsspaziergang" zum GKN
    Aktionsbündnis Castorwiderstand Neckarwestheim

    21.3.10 Süddeutsche Demo am GKN
    www.endlich-abschalten.de

    15.4.10 Filmstart "EnergyAutonomy" in Heilbronn
    www.EnergyAutonomy.org

    24.4.10 Süddeutsche Demo in Biblis
    www.anti-atom-umzingelung.de (demnächst)

    24.4.10 Menschenkette Brunsbüttel-Hamburg-Krümmel
    www.anti-atom-kette.de

    26.4.10 Tschernobyl-Mahnwache in Neckarwestheim

    Es geht alle an - macht mit!

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  • 2
      auch-von-hier am 12.02.2010 06:43 Uhr

    Genau hinschauen!

    Was wird in den letzten Tagen doch alles an Lügen in die Welt gesetzt von der Atomlobby.
    Dahinter steckt viel Geld, wie man an dem Lügenblatt des Atomforums sehen konnte, das diese Woche der Zeitung beilag. Es ist doch klar, woher sich dieser "gemeinnützige Verein" finanziert und welchen Konzerninteressen er dient.

    Im dpa/lsw-Artikel hier auf Stimme.de steht "Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat dem Druckwasserreaktor aus dem Jahr 1976 wiederholt ein gutes Zeugnis ausgestellt." Das ist Unsinn. Es ging überhaupt nicht um den Reaktor, es ging um Management und Organisation. Die sehr parteiisch zusammengesetzte IAEA-Mission 2007 (fast alles Angestellte anderer AKWs) hat über die Organisation von GKN zwar schöne Worte gesagt, tatsächlich aber eine Reihe schwerer Mängel festgestellt. Z.B. dass das Personal im Unglücksfall grundsätzlich ins Freie evakuiert werden sollte, selbst wenn es in Gebäuden besser geschützt wäre. Z.B., dass es in den internen Notfallplänen für die schwersten denkbaren Havarien überhaupt keine Konzepte gab (in Worten: Null!). 2009 war dann der Kontrollbesuch, um die Abarbeitung der Mängelliste zu prüfen. Ergebnis kurzgefasst: Es wurde freundlich anerkannt, dass man die Mängel angepackt, wenn auch noch nicht alle erledigt hatte.
    Wenn das ein "gutes Zeugnis" ist, dann frage ich mich, wie schlimm muss es dann erst anderenorts aussehen.

    Wenn es in Neckarwestheim ein ernsthaftes Problem gibt, Flugzeugabsturz, Erdbeben, Terrorangriff, Kernschmelze oder sonstiges, dann sind allein im 150km-Radium fast 12 Millionen Menschen betroffen!
    Berechnung der Deutschen Umweltstiftung

    Zur Sicherheit: GKN I ist in seinen wichtigsten Sicherheitsmängeln nicht nachrüstbar (Standort, zu dünne Hülle, vermaschte Kühlkreisläufe).

    Zur strommengenübertragung:
    Das Prinzip der Reststrommengen und der Strommengenübertragung ist haarsträubender Schwachsinn. Aber wenigstens sollte man die Regeln einhalten, die man beim sogenannten Atompokerkonsens audgehandelt hat:
    Entgegen vieler Spekulationen, Gerüchte und Testballons in den letzten Tagen:
    Eine Strommengenübertragung von Stade auf Biblis A ist unzulässig, da auf Biblis A überhaupt keine Übertragung erlaubt ist. RWE bekam zum "Ausgleich" dafür unglaubliche Sicherheitsrabatte. Dieses Rad lässt sich nicht zurück drehen.
    Eine Strommengenübertragung von Mühlheim-Kärlich auf Isar I als Teil eines Ringtausches mit Biblis und Neckarwestheim ist ebenfalls unzulässig, da es eine Liste für Mühlheim-Kärlich erlaubter "Empfänger-AKWs" gibt, dazu gehört aber Isar I nicht.

    Bleibt für die EnBW nur die Möglichkeit, ein Stade-Kontingent für ein paar Monate direkt zu kaufen. Dazu müsste man sich erst einmal mit der Konkurrenz einigen, ohne aber zu wissen, ob die scharz-gelbe Regierung, uneins wie sie ist, im Herbst nicht doch das Aus verkünden würde.
    Oder die EnBW fährt die Leistung von GKN I noch weiter herunter (2009 Arbeitsausnutzung nur 63%, im Dezember sogar nur 59%) und beweist damit einmal mehr, dass man die Kiste eigentlich gar nicht mehr braucht.

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