2000 Atomkraftgegner ziehen vor GKN-Tor

Von Herbert Kaletta

Kirchheim/Neckarwestheim - Rund 2000 Atomkraftgegner sind am Sonntagnachmittag unter dem Motto "Fukushima ist überall − Atomkraft tötet" von Kirchheim bis vor das Tor des Neckarwestheimer Atomkraftwerks GKN I gezogen. „Sofort abschalten“, skandierten die Demonstranten immer wieder zwischen den Wortbeiträgen der Redner.

Die Einsatzleitung der Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf 1600 Menschen, die Veranstalter zählten knapp 2000 Demonstranten.

Initiatoren der Veranstaltungen waren der Castor-Widerstand Neckarwestheim, Energiewende Heilbronn, Strom ohne Atom, Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar und der BUND-Landesverband.

Die Demonstration stand unter dem Eindruck der Ereignisse in Japan. „Trotz des Erfolgs der Abschaltung von GKN I ist niemand zum feiern zumute“, sagte Gottfried May-Stürmer, Geschäftsführer des BUND. Er hoffe, den Einsatzkräften in Japan gelinge, das Schlimmste zu verhindern, sagte Ulrich Koring, Pfarrer der Heilbronner Nikolaikirche und legte eine  Gedenkminute ein: „Sie können still sein, sie können auch beten.“

Mit einer Mahnwache um 18 Uhr auf dem Heilbronner Kiliansplatz wollen die Atomkraftgegner ein weiteres Zeichen setzen.
19.03.2011


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