Das schnelle Geld mit der Prostitution

Heilbronn  Die Zunahme des Straßenstrichs auf der Heilbronner Hafenstraße sorgt weiter für Diskussionen. Während die Stadt von „einzelnen Beschwerden“ aus der Hafenstraße spricht, beklagen sich immer mehr Menschen über die Situation in der Hafenstraße.

Von unserem Redakteur Jürgen Kümmerle

Das schnelle Geld mit der Prostitution
Nach Angaben von Anwohnern sollen Frauen in zwei Schichten ihre Dienste auf der Hafenstraße anbieten. Seit Mai dieses Jahres soll das Angebot auf dem dortigen Straßenstrich deutlich zugenommen haben. Foto: Archiv/Sawatzki

Im Geschäft mit der käuflichen Liebe ist viel Geld im Umlauf. Doch während Wohnungs- oder Bordellprostituierte eine Pauschale ans Finanzamt entrichten, scheint auf der Straße der Verdienst in die Taschen von Zuhältern zu wandern. Von Letzterem gehen Szene-Kenner aus. Die Polizei weiß zwar um die Situation. Erkenntnisse auf Zuhälterei liegen nicht vor.

Ingo (43), der seinen Nachnamen nicht nennen möchte, arbeitet als Wirtschafter beim einzigen Bordell in Heilbronn, dem H7 in der Hafenstraße. Ein Wirtschafter, sagt er, kümmert sich um die Organisation und um die Abgabe der Zimmermieten. Wie hoch die im H7 sind, sagt er nicht. "In Deutschland werden Zimmermieten zwischen 80 und 160 Euro pro Tag und Zimmer verlangt", deutet er an. Unabhängig von den Freiern, die eine Frau pro Tag empfange.

In zwölf Zimmern bieten die Frauen im H7 ihre Dienste an. Zu den Mieten kommen 25 Euro hinzu, die die Damen täglich ans Finanzamt abführen müssen. Die Prostituierten auf dem Strich, sagt Ingo, seien hingegen nicht angemeldet.

Nachdem die Stadt von "einzelnen Beschwerden" sprach, beklagen sich unterdessen immer mehr Gewerbetreibende. Ende Mai war es zwischen mehreren Frauen zu einer Schlägerei gekommen. Anrainer berichten von Frauen, die bereits ab 10 Uhr an der Hafenstraße stehen.

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