Das Sicherheitsbedürfnis nimmt zu

Region  Der Anstieg fällt auf. Mehr Bürger als sonst in Stadt- und Landkreis Heilbronn stellen einen Antrag auf einen kleinen Waffenschein.

49 kleine Waffenscheine neu erteilt
Sieht täuschend echt aus: die Walther P22 ist eine Schreckschuss-Pistole. Der kleine Waffenschein erlaubt, sie zu tragen. Foto: Archiv/dpa

"Die Menschen haben offensichtlich ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis", meint Christian Britzke, Pressesprecher der Stadt Heilbronn. Bis Ende des Jahres rechnet das Rathaus mit gut und gern 50 Personen, die in diesem Jahr den Schein erwerben. Zum Vergleich: Vergangenes Jahr zählte Heilbronn 24 Anträge.

Von einer Vervierfachung berichtet das Landratsamt Heilbronn. Dort geht die Kurve steil nach oben. Allein im November beantragen 23 Landkreisbewohner einen kleinen Waffenschein, im Oktober sind es 22, im September 14. Davor liegt die Zahl in den vergangenen Jahren bei im Schnitt fünf Anträgen pro Monat.

Voraussetzung für den kleinen Waffenschein sind ein polizeiliches Führungszeugnis und ein Auszug aus der Bundeszentralregisterauskunft, der über eventuelle Vorstrafen informiert.  Wer den kleinen Waffenschein besitzt, darf zum Beispiel mit Schreckschuss- und Signalpistolen hantieren. Die Pistole darf allerdings nur auf dem eigenen Grundstück verwendet werden. 

Pfefferspray

Zugespitzt bringt eine Heilbronner Geschäftsinhaberin ihre Erfahrung auf einen Nenner: "Deutschland rüstet auf." Sie verkauft unter anderem Schreckschusspistolen. Die gehen in etwa der gleichen Menge über die Ladentheke wie eh und je − trotz der Zunahme an kleinen Waffenscheinen. Dagegen sei Pfefferspray gefragt wie nie. "Seit August zieht es an." Viele Mütter kauften für ihre Schulkinder das Abwehrmittel aus der kleinen Sprühdose. "Die Kunden haben Angst", sagt die Geschäftsfrau, "wir merken es ganz extrem." kik

 

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