Zu viel Nitrat im knappen Grundwasser

Region  Die Grundwasserstände im Raum Heilbronn und in Hohenlohe bewegen sich auf einem extrem niedrigen Niveau. Das teilte die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) auf Stimme-Anfrage mit.

Von Reto Bosch

„Einige flache Pegel in der Heilbronner Mulde sind vorübergehend sogar trockengefallen“, erklärt LUBW-Sprecherin Tatjana Erkert. Dazu kommt eine vergleichsweise hohe Nitratbelastung des Grundwassers.

Schon seit einigen Jahren bereiten die oberflächennahen Grundwasservorkommen im Raum Heilbronn-Hohenlohe den Experten Sorgen. Seit Frühjahr 2015 sind diese weiter rückläufig. Die LUBW war davon ausgegangen, dass ein regenreicher November die Pegel deutlich steigen lässt. Das hat sich nicht erfüllt.

„An einigen Standorten wurde der niedrigste Dezemberpegel seit Beobachtungsbeginn registriert“, sagt Tatjana Erkert. Hauptursache seien die unterdurchschnittlichen Regenfälle im vierten Quartal. Dazu komme, dass Fließgewässer wie Kocher und Jagst wie eine Drainage wirken und Wasser abführen. Grundwasser fällt als Unterstützung für Flüsse und Bäche zunehmend aus. „Bei den Quellen ist die Niedrigwassersituation besonders ausgeprägt, wobei Quellen mit kleinen Einzugsgebieten zu versiegen drohen.“

Zur fehlenden Menge gesellt sich ein weiteres Problem: die Nitratbelastung. Der Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter wird im Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie in Hohenlohe an 22 von 115 Messstellen überschritten. 

 

Bitte beachten Sie:

Dies ist eine kostenlose Kurzversion eines Stimme.de Premium Inhalts. Sind Sie bereits Stimme.de Premium Leser oder interessieren Sie sich für unsere Premium-Angebote, besuchen Sie bitte die ausführliche Version dieses Artikels.

zum Premium Artikel