Schwarz-Gruppe gibt sich klare Führungsstruktur

Neckarsulm  Erstmals gibt es an der Spitze der Neckarsulmer Schwarz-Gruppe ein fünfköpfiges Führungsgremium, das gemeinsam über strategische Themen des Handelskonzerns entscheidet. Am Dienstag wurde bekannt, dass sich die Schwarz-Gruppe überraschend von Lidl-Vorstandschef Sven Seidel getrennt hat. Die Struktur aber bleibt.

Von Manfred Stockburger

 

Eilmeldung (Stand 7.2.17, 10 Uhr)

>>Lidl trennt sich von Vorstandschef Sven Seidel   

 

 

 

Diese fünf Manager verantworten die Schwarz-Gruppe. Zum Vergrößern auf Bild klicken.

Erstmals gibt es an der Spitze der Neckarsulmer Schwarz-Gruppe ein fünfköpfiges Führungsgremium, das gemeinsam über strategische Themen des Handelskonzerns entscheidet.

Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe hat sich eine neue Struktur gegeben, um das Unternehmen mit weltweit mehr als 375.000 Mitarbeitern regierbar zu halten.  Neben Lidl und Kaufland gibt es mit der SDL und der SZD nun zwei Führungsgesellschaften, die sich übergreifende Arbeiten wie Controlling, IT und Beschaffung von Investitionsgütern untereinander aufteilen. 

Neben Gruppen-Chef Klaus Gehrig und den Sparten-Vorstandsvorsitzenden Jesper Hojer (Lidl) und Patrick Kaudewitz (Kaufland) gehören zu dem Führungsgremium Andreas Strähle (Finanzen, Controlling, Personal) und Gerd Chrzanowski (IT, Investitionsgüter, Immobilien, Produktion).

Auch für die weitere Zukunft seien die Weichen bereits gestellt, betonte Gehrig im Stimme-Gespräch: Er selbst ist 68, Inhaber Dieter Schwarz wird im September 78 Jahre alt. Wie die Führungsstruktur aussehen soll, wenn die beiden nicht mehr aktiv sind, behält Gehrig aber noch für sich.

Viertgrößter Händler der Welt 

Auch in der Ausgabe 2017 des globalen Händler-Rankings, das von der Beratungsfirma Deloitte seit 20 Jahren erstellt wird, steht die Schwarz-Gruppe mit einem Jahresumsatz von umgerechnet 94,4 Milliarden Dollar auf Platz vier. Das Ranking basiert auf den Umsatzzahlen des Jahres 2015. Mit starkem Wachstum hätten die Neckarsulmer die Schwäche des Euros zum Dollar ausgeglichen, heißt es in der Studie – das Ranking wird in der US-Währung erstellt.

Carrefour und Aldi haben jeweils einen Platz eingebüßt, der britische Marktführer Tesco sogar vier Ränge. Damit sind die Neckarsulmer nun der einzige Nicht-Amerikaner unter den sechs größten Handelskonzernen der Welt. Auf den Plätzen eins bis drei stehen Walmart (482 Milliarden Dollar), Costco (116) und Kroger (109). Die Metro-Gruppe ist aus der globalen Top Ten herausgefallen, an ihrer Stelle steht dort nun Amazon mit einem Umsatz von 79,3 Milliarden Dollar. Mit neuen Formaten wie Amazon fresh ist der Online-Händler weiter auf dem Vormarsch.

 

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