Frankenbahn: Neuer Betreiber will mit Komfort und Service punkten

Möckmühl  Am Dienstag hat sich Abellio Rail Baden-Württemberg, der neue Betreiber der Frankenbahn, in Möckmühl potenziellen Fahrgästen vorgestellt. Die Versprechungen an die aktuell wenig verwöhnten Bahnkunden sind groß.

Von Wolfgang Müller

Abellio will mit viel Komfort und Service punkten
In den Landesfarben fährt der Elektrotriebzug E Talent 2 künftig auf der Frankenbahn. Animation: Abellio  

Ortsvorsteher Manfred Föll ist sicher: "Wir haben in Züttlingen den schönsten Bahnhof der Welt." Schade nur, dass so wenige Züge in dem Möckmühler Teilort Station machen. Ab Ende 2019 soll alles besser werden.

Denn die Frankenbahn bekommt auf der Strecke Stuttgart-Osterburken nicht nur einen Stundentakt auch für die kleinen Bahnhöfe. Nach Ablauf des Übergangsvertrages, den das Land Baden-Württemberg mit der Deutschen Bahn AG abgeschlossen hat, gibt es mit Abellio Rail Baden-Württemberg auf der Strecke auch gleich einen neuen Netzbetreiber.

Nagelneue Fahrzeuge

Und der verspricht viel: erstklassigen Service zum Beispiel. Mehr Komfort und nagelneue Fahrzeuge, so wie es die Ausschreibung des Landesverkehrsministeriums eingefordert hat. "Das Zeitalter der alten Züge ist endgültig vorbei", sagte Abellio-Geschäftsführer Dr. Andreas Moschinski am Dienstagvormittag bei der Vorstellung des Unternehmens in der Möckmühler Stadthalle. 

Klimatisierte Wagen und kostenloses WLAN. Dazu behindertengerechte Toiletten und an vielen Bahnsteigen barrierefreie Einstiegsmöglichkeiten. Fahrräder sollen ausreichen Platz finden und der Fußraum großzügig gehalten sein. Die neuen Fahrzeuge des Typs E Talent 2 von Bombardier sind in den Landesfarben designt. Die seit vielen Jahren wenig verwöhnten Zugreisenden auf der Frankenbahn vernahmen die Beschreibungen wohlwollend.

Züge in der Produktion

Tatsächlich gibt es derzeit aber weder die Wagen noch ausreichend Personal. Die Züge werden bei Bombardier produziert. "Wir sind sicher, dass sie termingerecht geliefert werden", sagte Eckhard Sihler, Projekt- und Eisenbahnbetriebsleiter bei Abellio.

Personal sucht der Netzbetreiber händeringend. 15 Triebfahrzeugführer bilde man derzeit selbst aus. Gleichzeitig suche man das Gespräch mit Lokführern, die derzeit bei der Deutschen Bahn beschäftigt sind. "Wir bieten Übergangsverträge und Beschäftigungssicherheit für die nächsten 13 Jahre an", sagte Moschinski. 
 

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