In Elektro-Bussen zur Buga

Heilbronn  In weniger als 500 Tagen startet die Bundesgartenschau in Heilbronn. Die Veranstalter wollen umweltfreundlichen Transport anbieten. Und bereits in diesem Jahr stehen zwei wichtige Daten an: Der Neckaruferpark wird fertig und der Vorverkauf für Dauerkarten startet.

Von Carsten Friese

In Elektro-Bussen zur Buga

So soll er einmal aussehen: der Neckaruferpark mit Sitzstufen auf dem Gelände der Bundesgartenschau. Animation: Sinai

 

Es ist das letzte ganze Jahr vor der Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn, und auf dem Gelände wird in den zwölf Monaten eine Menge passieren. "Für uns ist es das komplexeste und umfangreichste Jahr", sagt Projektmanager Berthold Stückle - weil die Investitionen im Gelände und die Beiträge für die Stadtausstellung "parallel laufen".

 

Buga Signet

Ein besonderer Höhepunkt: der Neckaruferpark wird angelegt, der Zugang zum Ufer attraktiv mit Sitzstufen und Promenade gestaltet. Auch der Campuspark und die Kraneninsel erhalten ein neues Outfit, mit neuen Wegen, neuen Pflanzen. Die Gehweg- und späteren Radwegflächen werden erschlossen, rund 1400 Quadratmeter sollen es insgesamt werden. Und wenn alles fertig ist, wird die Promenade am Neckar entlang 1,3 Kilometer lang sein, vom Hafenplatz im nördlichen Wohlgelegen bis zur neuen Bleichinselbrücke. Für Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas ist der Uferpark "ein cooler Bereich" und ein ganz großer Pluspunkt der Buga und der Stadtentwicklung. Umso mehr, "wenn man bedenkt, dass hier vorher noch eine Bundesstraße war".

Die Buga vom Fluss erleben

In Elektro-Bussen zur Buga

Noch ist das Gelände des künftigen Neckaruferparks hier eine braune Brache: Dieses Jahr soll die gesamte Parklandschaft angelegt werden.

Fotos (2): Christiana Kunz

 

Den Fluss "erlebbar machen" ist ein großes Ziel der Schau. Dazu beitragen sollen nicht nur der Steg über das Neckarufer, die Wassertreppe und das neue Experimenta-Schiff, das mit spannenden Umweltthemen im Wohlgelegen vor Anker geht. Die Buga-Macher überlegen auch, Besuchern Kajakfahrten oder Stehend-Paddeln auf den Wasserflächen anzubieten.

Umweltschutz will die Buga GmbH beim Transport der Gäste zu den Eingängen auch mit Blick auf die problematischen Stickoxidwerte der Stadt groß schreiben. Es werden Partner gesucht, die elektronisch betriebene Shuttle-Busse anbieten. "Wir stehen mit Herstellern, Betreibern und Busunternehmen in Kontakt", erklärt Berthold Stückle. Bei den Shuttle-Booten läuft eine europaweite Ausschreibung, die auch auf umweltschonenden Antrieb wie Gas, Solar oder Elektro setzt. Welche Angebote ins Haus kommen, kann indes niemand vorhersagen. Zentrale Fahrradabstellbereiche wird es geben; mit dem HNV feilen die Buga-Macher zudem weiter an einem kombinierten Ticket, in dem ein vergünstigter Eintrittspreis enthalten ist. Man wolle ÖPNV-Nutzer beim Eintritt gegenüber Autofahrern besser stellen, betont Stückle.

Fruchtschuppen-Areal wird umgebaut

In Elektro-Bussen zur Buga

Schon jetzt ein imposanter Anblick: diese Wassertreppe verbindet künftig den Karlssee (hinten) mit dem Neckar.

 

Weiteres Leben kommt etwa ab dem Sommer auf die Fläche, wenn erste Bewohner in die Häuser der Stadtausstellung einziehen. Parallel läuft der Ausbau des Fruchtschuppens, der früheren ABX-Halle. Technik, Brandschutz, Elektro werden installiert, mit stimmungsvollen Requisiten sollen die Blumenschauen ergänzt werden. Zudem werden die Eingänge zum Buga-Gelände vorinstalliert. Und: Das Werkstattgebäude der Reederei Schwaben am Neckar wird zur Gastronomie umgebaut.

Was die gärtnerischen Inhalte betrifft, wird sich im Inzwischenland viel tun. Einen großen Beitrag plant der Garten- und Landschaftsbau-Landesverband mit Mustergärten, die Besuchern Anregungen geben sollen. Rollrasen wird zwischen den beiden Seen angelegt, wo ein welliges Gelände mit Hügeln und Tälern entsteht. Einzelne Staudenflächen werden ab Sommer oder Herbst auf dem Gelände bereits blühen.

Vorverkauf

Ein wichtiger Tag für die Buga-Macher ist der 17. April 2018: Dann, exakt ein Jahr vor der Eröffnung, wird der Vorverkauf der Dauerkarten starten (50 Euro für 15- bis 25-Jährige, 110 Euro Erwachsene, ab 67 Jahre 100 Euro). "Wir sind im Zeitplan", sagt Berthold Stückle. Er freut sich auf "richtig großes Kino", wenn jetzt auf dem Areal alles zur Endreife wächst.