Kino
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Die "Harry Potter"-Reihe neigt sich langsam dem Ende zu - nur noch zwei Filme, dann sind die Abenteuer des Jungzauberers auserzählt. Es ist also an der Zeit, sich nach neuen Helden umzusehen. Einer, der in die magischen Fußstapfen treten könnte, ist Percy Jackson. Immerhin handelt es sich bei dem jungen Mann um einen Halbgott: Poseidon, Herrscher der Meere, ist sein Vater. Chris Columbus, der schon die Potter-Filmserie als Regisseur etablierte, bringt nun "Percy Jackson - Diebe im Olymp" in die Kinos, eine Adaption des gleichnamigen Jugendbuchs von Rick Riordon, das erste einer Pentalogie. Leider verschenkt er dabei sehr viel Potenzial und fabriziert letztendlich nur ein effektreiches Kinder-Abenteuer.
Chris Columbus adaptierte das Jugendbuch "Percy Jackson - Diebe im Olymp" für die Leinwand. 2010 Twentieth Century Fox
Percy (Logan Lerman) ist ein relativ normaler New Yorker Teenager, der seinen Stiefvater hasst und ein paar Probleme in der Schule hat. Eines Tages bei einem Schulausflug verändert sich sein gesamtes Leben: Seine Englischlehrerin (Maria Olsen) verwandelt sich in eine Furie (eine griechische Rachegöttin) und attackiert ihn. Zuvor beschuldigt sie den Jungen noch des Diebstahls.Percy muss erfahren, dass er ein Halbgott ist. Er stammt vom griechischen Meeresgott Poseidon (Kevin McKidd) ab. Nun glaubt Himmelsherrscher Zeus (Sean Bean), dass der Teenager seinen mächtigen Blitz gestohlen hat - im Auftrag seines Vaters. Damit droht ein Krieg zwischen den beiden mächtigen Göttern, der nicht nur den Olymp, sondern auch die Welt vernichten könnte. Der wahre Bösewicht ist natürlich ein anderer - Hades (Steve Coogan), Herr der Unterwelt. Er entführt Percys Mutter (Catherine Keener), die er gegen den Blitz eintauschen will. Gemeinsam mit Satyr Grover (Brandon T. Jackson) und Annabeth (Alexandra Daddario), der Tochter der Weisheits- und Kriegsgöttin Athene, macht sich der Junge auf zu einer Rettungsmission. Chris Columbus nahm sich bei seiner Adaption mehrere Freiheiten heraus. Fans der Buchreihe finden zahlreiche Gründe, sich zu beklagen: So wurde das Alter der jugendlichen Protagonisten von zwölf auf rund 16 Jahre heraufgesetzt. Zudem wurde Hades' Ehefrau Persephone (Rosario Dawson) in die Handlung hineingeschrieben, die eigene Ziele verfolgt. Doch diese Kleinigkeiten schaden dem Film kaum. In den meisten Fällen tragen sie sogar dazu bei, ihn im Vergleich zum Roman spannender, temporeicher und unterhaltsamer zu machen. Lobend sollte man zudem erwähnen, dass Columbus die überpatriotischen Anspielungen der Vorlage - die USA als wichtigstes, größtes und überhaupt tollstes Zentrum der westlichen Gesellschaft - aus seinem Werk raushielt. Leider blieb von der ursprünglichen Geschichte ansonsten wenig übrig - Columbus erlag seinem Drang zur Vereinfachung. Alle Elemente, die für leichte Komplikationen in der Handlung sorgen könnten, wurden entfernt. Das wäre verzeihlich, wenn das Ergebnis wenigstens in sich logisch wäre. So aber muss man sich fragen, ob Percy und seine Begleiter ziemlich dumm oder einfach egoistisch sind. Zeus hält Percy für einen Dieb und droht deshalb die Welt zu zerstören, aber statt seine Unschuld zu beweisen, denkt sich der Held: "Egal - ich rette erst einmal meine Mutter. Auch, wenn ich den Blitz überhaupt nicht habe und ihn deshalb nicht eintauschen kann." Zudem stellt sich die Frage, wie Percy überhaupt in Verdacht geriet. Sollte Zeus nicht seinen alten Gegenspieler als Erstes verdächtigen? So bleibt "Percy Jackson - Diebe im Olymp" nicht mehr als ein effektreich inszeniertes Abenteuer, das mit seinem aufwendigen Look über inhaltliche Mängel hinwegtäuschen will. Unterhaltend ist das schon: Die Kulissen wurden bis ins Detail liebevoll umgesetzt, die Hauptdarsteller sind durchweg sympathisch, und die verschiedenen Monster sind ebenso beeindruckend wie beängstigend. Zudem wurden einige prominente Nebendarsteller verpflichtet: Unter anderem galoppiert Pierce Brosnan als Zentaur an Percys Seite, und Uma Thurman hat einen Auftritt als Schlangen-Lady Medusa. Doch um richtig zu begeistern, fehlt es dem modernen Helden-Märchen an echter Magie.
Mediafiles: Videofiles:
Percy Jackson (Logan Lerman, Mitte), Annabeth (Alexandra Daddario) und Grover (Brandon T. Jackson) machen sich gemeinsam auf den Weg zur Unterwelt. 2009 Twentieth Century Fox
Zoff in der Götter-Familie: Donnergott Zeus (Sean Bean) glaubt, dass Poseidon (Kevin McKidd, rechts) ihn stürzen will. Keiner von beiden will auf die Vermittlungsversuche von Athena (Melina Kanakaredes) hören. 2010 Twentieth Century Fox
In der Neuzeit kämpfen Helden mit allen Mitteln: Percy (Logan Lerman) benutzt sein Handy. 2010 Twentieth Century Fox
Der Götter-Himmel ist näher als man denkt: Der Olymp schwebt über dem Empire State Building. 2010 Twentieth Century Fox
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| Programm | Woche: vom 11.03.2010 - 17.03.2010 | ||||||
| Kino | Do |
Fr |
Sa |
So |
Mo |
Di |
Mi |
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| Filmtheater | 17:30 | 17:30 | |||||
| Casablanca 1+2 | 17:15 | ||||||
| Olympia + Paradies | 17:45 | 17:45 | 17:45 | 17:45 | 17:45 | 17:45 | 17:45 |
| Cinecity | 17:30 | 17:30 | |||||
| Prestige | 17:45 | ||||||
| Union-Theater | 14:15 | 14:15 | 14:15 | ||||
| Cineplex | 15:15 | 15:15 | 15:15 | 15:15 | 15:15 | 15:15 | 15:15 |
| CinemaxX Heilbronn | 12:30 | 12:30 | |||||
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