Kino
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Der Episodenfilm hat eigentlich ausgedient. Oft weckten Exemplare seiner Gattung in den letzten zehn Jahren den Wunsch, das Genre möge ganz sterben. "New York, I Love You" ist ein Episodenfilm in der Stadt New York. Wie einfallsreich. Und wie einfallsreich der umgesetzt wurde, von exzellenten Regisseuren und hochmotivierten Schauspielern, ist eine der Überraschungen, die einem nur das Kino bieten kann.
Ein meisterhafter Episodenfilm über New York mit namhaften Regisseuren und universellen Themen. 2009 Concorde Filmverleih GmbH
Prickelnde Begegnungen zwischen Männern und Frauen, einsame Herzen am Wendepunkt oder inspirierte Diebstähle stehen im Skript. In einer großen Stadt, die niemals schläft, hören die Menschen nicht auf, von der Liebe zu träumen, heißt es. Um von Weisheiten zu erzählen, die schon bekannt sind, braucht man gute Regisseure, die auch in wenigen Minuten viel zu verpacken vermögen. Ein Konzept, das schon vor zwei Jahren für "Paris, je t'aime" galt. Verantwortlich in Frankreich und nu auch in den USA ist der Produzent und Autor Emmanuel Benbihy, dessen nächstes Ziel Shanghai sein wird.Doch vorher sollte man nicht die elf Episoden in New York verpassen, für die sich Fatih Akin, Mira Nair, Brett Ratner oder Natalie Portman als Filmemacher engagierten. Vor der Kamera wird die Liste der Stars noch viel illustrer: Bradley Cooper, Chris Cooper, Andy Garcia, Orlando Bloom, Christina Ricci, Robin Wright-Penn, Julie Christie und Shia LaBeouf seien stellvertretend genannt. Doch wichtiger ist, dass "New York I Love You" nicht vom Namedropping lebt, sondern von exzellenten Drehbüchern, die im Central Park, in Chinatown, Greenwich Village und anderswo in der Stadt umgesetzt wurden. Da ergeht sich ein Andy Garcia in großen Gesten, als hätte er es doch noch in die Riege der A-Schauspieler geschafft, Ventilatoren befördern die Coolness der Protagonisten in den Kinosaal, während Gespräche über die Hoffnung müder werden. Pointen sitzen und wer seit Ende der Neunziger einen Episodenfilm gesehen hat, weiß, wie selten das zutrifft. Der dem Slackertum entwachsene Ethan Hawke lernt nach "Before Sunrise" - der von 1995 stammt, ergo wird das Zeit - ein weiteres Mal eine Frau über einen für die Ewigkeit gemachten Dialog kennen. Dieser passiert auf einem Bürgersteig in Soho und bleibt, wenig charmant, dafür aber sehr wendig, vermutlich jedem Zuschauer im Gedächtnis. Manche dieser Dates könnten auch in anderen Städten passieren, doch das schmälert weder den Ideenreichtum noch die Brillanz der Umsetzung. "New York I Love You" ist der Beweis, dass im Kino immer wieder Wunder passieren, fast so als würden "Smoke" und "Blue In The Face" wiedergeboren, zwei der wohl besten Episodenfilme um einen Tabakladen in Brooklyn, New York. Das Rauchen eröffnet auch einige Geschichten hier. Doch es nützt nichts, davon zu erzählen, man muss es mit eigenen Augen sehen, wie unglaublich Robin Wright Penn vor dem Restaurant auf und ab geht, begierig, einen Menschen zu treffen, bei dem sie das Gefühl hat: Mit dem kann ich reden. Hier. Jetzt.
Mediafiles: Videofiles:
Ein unangenehmer Typ (Ethan Hawke) spricht in Soho eine gutaussehende Frau (Maggie Q) an. Er macht keinen Hehl aus seinem sexuellen Interesse ... 2009 Concorde Filmverleih GmbH
Es ist nicht sicher, ob ein anderer Mensch diesen Künstler (Orlando Bloom) aus seinem Chaos reißen kann. 2009 Concorde Filmverleih GmbH
Der unerwartete Besuch einer jungen Dame (Christina Ricci) macht den chaotischen Kauz (Orlando Bloom) gar nicht so verlegen wie er dachte. 2009 Concorde Filmverleih GmbH
Ein Wettkampf zwischen Männern: Der Alte (Andy Garcia, Mitte) versucht die Frau (Rachel Bilson) gleichermaßen zu beeindrucken wie der Junge (Hayden Christensen), sogar die Mittel sind dieselben. 2009 Concorde Filmverleih GmbH
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