Paris fordert von Deutschland mehr Wachstumsimpulse
Frankreich fordert von der Bundesregierung eine stärker auf Wirtschaftswachstum ausgerichtete Politik. «Deutschland (...) kann seinen Handlungsspielraum nutzen, um die Binnennachfrage anzukurbeln», so der französische Finanzminister Pierre Moscovici.
Wenn die Eurozone in der Rezession stecke, gewinne die Bundesrepublik nichts. Berlin und Paris müssten miteinander über ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen der mittelfristigen Fortführung von strukturellen Anstrengungen und kurzfristigem Wachstum diskutieren, sagte Moscovici am Samstag bei einer Feier zum 50. Jahrestag des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags in Montbéliard.
«Ich will nicht, dass die Eurozone mit einem schwachen Wachstum aus der Krise kommt, während die USA oder Japan mit Schwung wieder in Fahrt kommen», sagte Moscovici laut Redemanuskript. In diesem Bereich sollten alle Energien der deutsch-französischen Beziehungen mobilisiert werden. Eigentlich hatte auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei der Veranstaltung zum Jahrestag des Élysée-Vertrags auftreten wollen. Er musste allerdings wegen einer Grippe absagen.
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