Wegen AfD-Parteitag: Bundespolizei intensiviert Überwachung

Köln/Heilbronn  Die Bundespolizei wird anlässlich des AfD-Parteitages in Köln ihre Grenzüberwachung intensivieren. Das bestätigte eine Sprecherin der Bundespolizei der Heilbronner Stimme. Dies werde in enger Abstimmung mit den Nachbarländern erfolgen.

Von Hans-Jürgen Deglow

Hintergrund sind auch Befürchtungen, dass gewaltbereite Demonstranten aus dem benachbarten Ausland – beispielsweise den Niederlanden oder Belgien – zum AfD-Parteitag am kommenden Wochenende  anreisen könnten. Der Fokus des verstärkten Einsatzes von Bundespolizisten werde sowohl auf die Anreise per Auto als auch auf die Bahn gelegt. Bundespolizisten seien verdeckt und offen im Einsatz, sagte die Sprecherin der zuständigen Bundespolizeidirektion St. Augustin (NRW).  

Über die Dauer des Einsatzes hieß es, man werde frühzeitig damit beginnen, die Überwachung zu verstärken. Die Sicherheit von Reisenden und friedlichen Besucher der in Köln geplanten Kundgebungen habe „oberste Priorität“, hieß es weiter. „Potenzielle Gewalttäter werden nicht ins Land gelassen“, erklärte die Sprecherin. 

Gewalttäter aus dem linksextremen Spektrum erwartet

Am Donnerstag hatte sich die Kölner Polizei zu ihrem Einsatz am Wochenende geäußert. Polizeipräsident Jürgen Mathies hatte erklärt, dass es Erkenntnisse gebe, dass auch Gewalttäter aus dem linksextremen Spektrum nach Köln kommen werden.

Zu ihrem Parteitag in einem Innenstadt-Hotel erwartet die AfD 600 Delegierte. Die Organisatoren der Gegenkundgebungen rechnen bislang mit rund 50.000 friedlichen Demonstranten. Mehr als 4000 Polizisten sind im Einsatz. Über der Innenstadt wird zudem eine Flugverbotszone eingerichtet.