EKD-Ratsvorsitzender fordert flächendeckenden Islamunterricht

Interview  Der höchste Repräsentant der Evangelischen Kirche, Heinrich Bedford-Strohm, will junge Muslime immun machen gegen „Versuchungen von Fundamentalisten“.

Von unserem Redakteur Karsten Kammholz

Heinrich Bedford-Strohm
Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm. Foto: Archiv/dpa

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, setzt sich für einen „flächendeckenden Islamunterricht“ an deutschen Schulen ein. Das sei die beste Möglichkeit, junge Muslime immun zu machen gegen die Versuchungen von Fundamentalisten, sagte Bedford-Strohm der Heilbronner Stimme.  

Junge muslimische Schüler müssten die Möglichkeit erhalten, sich kritisch mit der Tradition ihrer Religion auseinanderzusetzen, argumentierte der Münchner Landesbischof. Er wies darauf hin, dass für alle Religionen in Deutschland gelte, dass sie mit dem Grundgesetz vereinbar sein müssen: „Toleranz, Glaubensfreiheit und Gewissensfreiheit müssen für alle Religionen gelten.“ Diese Regeln könne man am besten vermitteln, „wenn man Religion als Teil des staatlichen Bildungsauftrags sieht“.

Der EKD-Ratsvorsitzende sprach sich dafür aus, dass die islamischen Verbände wie die christlichen Kirchen den Religionsunterricht an den Schulen selbst verantworten. Dafür wünsche er sich, so Bedford-Strohm, „dass die Muslime in Deutschland sich so aufstellen, dass es klare Ansprechpartner für den Staat gibt“.

 

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