ARTE investiert in Dokumentarfilme

Mehr Geld für Dokumentarfilme, die dem Besonderen Zeit geben: ARTE investiert in sechs Autoren-Werke zusätzlich pro Jahr.

Von teleschau - der mediendienst

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Der Dokumentarfilm "Neo Rauch - Gefährten und Begleiter" lässt sich Zeit. Den detaillierten Blick auf Menschen will ARTE in Zukunft noch stärker fördern.   Foto: MDR / ARTE / Uwe Walter

Mit insgesamt drei Millionen Euro pro Jahr zusätzlich will ARTE in Zukunft das Genre Dokumentarfilme fördern. Wie Peter Boudgoust, Präsident des deutsch-französischen Kulturkanals, am Mittwoch auf der Jahresprogramm-Vorschau in Hamburg verriet, würden ab diesem Jahr etwa sechs zusätzliche Langfilme mit jeweils etwa 500.000 Euro unterstützt.

Im Programm des Jahres 2018 tauchen unter anderem auf: "Almost There" erzählt im April von drei Männern, die sich im Herbst ihres Lebens noch mal auf die Suche machen und dafür alles hinter sich lassen. "Neo Rauch - Gefährten und Begleiter" (Juni) ist ein intimes 90- Minuten-Porträt des Malerei-Stars während "War Diary" (104 Minuten, ebenfalls Juni) den deutschen Kriegsreporter Carsten Stormer in Syrien begleitet. Der Sender ARD, früher ebenfalls Heimstatt und Förderer langer Dokumentartfilme, war in der Vergangenheit des Öfteren kritisiert worden, weil das Erste keinen festen wöchentlichen Sendeplatz mehr für diese Formate bereitstellt.

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Szene aus dem Dokumentarfilm "War Diary", der im Juni bei ARTE zu sehen ist: Eine Schule in Aleppo - der Kriegsreporter Carsten Stormer hat den Syrien-Krieg fünf Jahre lang dokumentiert.   Foto: WDR / Carsten Stormer
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Steve im Diner: Der Dokumentarfilm "Almost There" begleitet drei Männer bei einer späten Neuerfindung ihrer selbst.   Foto: ARTE / Hugofilm Productions GmbH
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Ein intimes Porträt des deutschen Malerei-Stars Neo Rauch gibt es im Juni beim Sender ARTE. Filme, die sich wie das 90 Minuten-Werk "Neo Rauch - Gefährten und Begleiter" Zeit lassen, sollen in Zukunft verstärkt vom deutsch-französischen Kultursender gefördert werden.   Foto: Johannes Simon/Getty Images
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"War Diary" - ein 104 Minuten langes Porträt des deutschen Kriegsreporters Carsten Stormer.   Foto: WDR / Carsten Stormer
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Neo Rauch im Gespräch mit einer Besucherin der "Pinakothek der Moderne" in München (April 2010). Die Ausstellung fand zu Ehren des 50. Geburtstages des Künstlers statt.   Foto: Johannes Simon/Getty Images
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Ein Besucher verweilt vor dem Werk "Verrat" von Neo Rauch. Szene aus einer Ausstellung im Martin Gropius Bau, Berlin, im Jahr 2011.   Foto: Sean Gallup/Getty Images