Alte Freunde, neue Feinde

"X-Men: Apocalypse" ist vielleicht ein Fest für Fans. Alle anderen werden an der Superheldensause nur bedingt ihren Spaß haben.

Von Sabine Metzger

X-Men: Apocalypse - So. 25.02 - ProSieben: 20.15 Uhr
Tief durchatmen: Über-Mutant Apocalypse (Oscar Isaac) erwacht nach 5.000-jährigem Schlaf und trachtet danach, die Menschheit zu versklaven.   Foto: ProSieben / 2016 Twentieth Century Fox Film Corporation

Wie sieht's denn hier aus? Als der mächtige Mutant Apocalypse (Oscar Isaac) wieder erwacht, versteht er die Welt nicht mehr. Nach über 5.000 Jahren ohne seine Aufsicht haben die Menschen sich die Erde Untertan gemacht. Damit ihn die Schwächlinge künftig wieder verehren, muss er erst mal die Erde ein bisschen entvölkern. Wären da nur nicht die X-Men! Doch die bunte Mutantentruppe hatte sich eigentlich schon lange aufgelöst. "X-Men: Apocalypse" wirkt deutlich blasser als die beiden Vorgänger, ist aber kein kompletter Fehlschlag. ProSieben zeigt das seltsam seelenlose Spektakel nun als TV-Premiere.

Im Jahr 1983 hat es die X-Men auf verschiedene Seiten des Eisernen Vorhangs verschlagen. Während Mystique (Jennifer Lawrence) in Ostberlin Mutanten aus Käfigkämpfen befreit, hat sich Magneto (Michael Fassbender) in ein ruhiges Leben als Stahlarbeiter in Polen zurückgezogen. Professor X konnte derweil in den USA ein Internat für junge Mutanten aufbauen und träumt von integrativen Lernkonzepten mit Normalmenschen. Erst als Apocalypse die Bildfläche betritt, müssen sie alle ihre Seiten neu wählen.

Der Internats-Plot bietet Singer die Gelegenheit, zahlreiche Mutanten aus dem alten Franchise neu besetzt wiederzubeleben. Unter anderem macht Sophie Turner (Sansa Stark aus "Game of Thrones") eine ganz gute Figur als Jean Grey. Wieder mit dabei ist erfreulicherweise Evan Peters als Quicksilver, der schon im letzten Film so ziemlich jede Szene stahl, in der er auftauchte, und auch diesmal die mit Abstand beste Action-Sequenz für sich beanspruchen kann.

Der Plot wurde enttäuschend lieblos von der Stange gepflückt: Größenwahnsinniger Superschurke erstrebt Weltherrschaft mittels Weltzerstörung - das kennt man schon. Auch die Durchhaltebotschaft für Underdogs und Außenseiter, die vorherige Produktionen der Reihe ausgemacht hat, fehlt diesmal. Immerhin halten die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander den Film unterhaltsam.

Im Zentrum stehen wieder einmal die besten Feinde Professor X und Magneto. Dass ihr Beziehungskarussell auch in der x-ten Wiederholung noch nicht langweilt, ist den motivierten Schauspielern McAvoy und Fassbender zu verdanken. Für den vollen Genuss der zerquälten Männermienen ist es jedoch nötig, auch ihre Vorgeschichte zu kennen - Neueinsteiger finden nur schwer einen Zugang zum Mutanten-Universum.

Name der Sendung X-Men: Apocalypse
Sendedatum 25.02.2018
Sender ProSieben
Sendezeit 20:15:00
Genre Action

Filmbewertung akzeptabel
Genre Action
Filmname X-Men: Apocalypse
Originaltitel X-Men: Apocalypse
Regisseur Bryan Singer
Schauspieler James McAvoy
Schauspieler Michael Fassbender
Schauspieler Jennifer Lawrence
Entstehungszeitraum 2016
Land USA

X-Men: Apocalypse - So. 25.02 - ProSieben: 20.15 Uhr
Sophie Turner spielt eine junge Version von Mutantin Jean Grey. Die "Game of Thrones"-Veteranin überzeugt in ihrer Rolle.   Foto: ProSieben / 2016 Twentieth Century Fox Film Corporation
X-Men: Apocalypse - So. 25.02 - ProSieben: 20.15 Uhr
Olivia Munn unterstützt als Mutantin Psylocke die Weltherrschaftsansprüche des Mutanten Apocalypse (Oscar Isaac, nicht im Bild).   Foto: ProSieben / 2016 Twentieth Century Fox Film Corporation
X-Men: Apocalypse - So. 25.02 - ProSieben: 20.15 Uhr
Himmlische Schwingen, teuflisches Sinnen: Angel (Ben Hardy) fungiert als einer der vier apokalyptischen Reiter.   Foto: ProSieben / 2016 Twentieth Century Fox Film Corporation
X-Men: Apocalypse - So. 25.02 - ProSieben: 20.15 Uhr
Nachdem er einen schweren Schicksalsschlag hat hinnehmen müssen, strebt er zunächst nach Rache. Doch auf welche Seite wird sich Magneto (Michael Fassbender) letzten Endes schlagen?   Foto: ProSieben / 2016 Twentieth Century Fox Film Corporation
X-Men: Apocalypse - So. 25.02 - ProSieben: 20.15 Uhr
Immer zur Stelle, wenn's brennt (von links): Mystique (Jennifer Lawrence), CIA-Agentin Moira MacTaggert (Rose Byrne), Professor X (James McAvoy), Havok (Lucas Till) und Beast (Nicholas Hoult).   Foto: ProSieben / 2016 Twentieth Century Fox Film Corporation
X-Men: Apocalypse - So. 25.02 - ProSieben: 20.15 Uhr
Die nächste Generation von X-Men sagt dem Bösen den Kampf an! Die Rollen sind bekannt, die Gesichter allerdings neu: Jean (Sophie Turner), Kurt (Kodi Smit-McPhee) und Scott (Tye Sheridan) tauchten schon in früheren X-Men-Filmen auf, hier sind sie allerdings in ihren jüngeren 80er-Jahre-Versionen zu sehen.   Foto: ProSieben / 2016 Twentieth Century Fox Film Corporation
X-Men: Apocalypse - So. 25.02 - ProSieben: 20.15 Uhr
Im wahrsten Wortsinne gezeichnet: Professor Charles Xavier (James McAvoy) musste schon schwere Rückschläge hinnehmen. Seinen Glauben an die Mutanten und die Menschheit hat er sich aber immer irgendwie bewahrt.   Foto: ProSieben / 2016 Twentieth Century Fox Film Corporation
X-Men: Apocalypse - So. 25.02 - ProSieben: 20.15 Uhr
Noch kämpft Storm (Alexandra Shipp) Seite an Seite mit den Fieslingen. Wird sie sich irgendwann zur Heldentruppe rund um die X-Men bekennen?   Foto: ProSieben / 2016 Twentieth Century Fox Film Corporation
X-Men: Apocalypse - So. 25.02 - ProSieben: 20.15 Uhr
Diesmal haben die X-Men schlechte Karten: Können Mystique (Jennifer Lawrence) und ihre Freunde das Blatt noch rechtzeitig wenden?   Foto: ProSieben / 2016 Twentieth Century Fox Film Corporation