Wir brauchen viel mehr Kochshows!

"Eigentlich brauchen wir alle zwei Stunden eine Kochshow!", fordert Frank Rosin. Was in Deutschland auf den Tisch komme, sei schließlich wichtiger als die politische Weltlage.

Von teleschau - der mediendienst

Frank Rosin
Normalerweise eilt Frank Rosin in seiner Sendung "Rosins Restaurants" verzweifelten Köchen zur Hilfe. Jetzt spricht er seine Protagonisten im Supermarkt an: "Mein Reiz war es, den Leuten erklären zu können, dass sie mit den eingekauften Dingen viel mehr machen können, als sie denken."   Foto: kabel eins

Viele Köche verderben den Brei? Sollte die Binse wahr sein, verweigern sich die Programmmacher beharrlich der Erkenntnis. Gekocht wird unter Profi-Anleitung nach wie vor auf fast allen Sendern. Einer der bekanntesten TV-Gastronomen, Frank Rosin, findet dennoch, das reicht noch lange nicht: "Eigentlich brauchen wir alle zwei Stunden eine Kochshow", fordert der 51-Jährige im Interview mit der Agentur teleschau. Schließlich gebe es auch jeden Tag auf jedem Sender Nachrichten. "Und was ist wichtiger: gesunde Ernährung oder die Nachrichten des Tages?"

Die rhetorische Frage beantwortet sich der "The Taste"-Coach (SAT.1) gleich selbst: "Die Verkaufszahlen der Convenience-Produkte steigen jährlich in schwindelerregende Höhen, also ist unsere Aufgabe immer noch nicht erfüllt. Wir müssen noch viel erzählen, um den Leuten klarzumachen, dass sie gesund essen und trinken sollen."

Einen Beitrag dazu will Rosin mit seiner neuen kabel-eins-Reihe "Gekauft, gekocht, gewonnen" leisten. Ab 13.11., montags bis freitags, 17.55 Uhr, improvisiert der Star-Koch aus dem Ruhrgebiet mit Supermarkt-Kunden in deren eigenen Küchen. Alles echt und nicht gescriptet, beteuert der Fernseh-Routinier ("Rosins Restaurants"): "Mein Reiz war es, den Leuten erklären zu können, dass sie mit den eingekauften Dingen viel mehr machen können, als sie denken. Dass wir dabei in die Wohnungen der Kandidaten reinschauen, lässt sich nicht vermeiden. Wir kochen also unter den realen Bedingungen, die man bei den Leuten zu Hause vorfindet."

TV-Koch Frank Rosin

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"Die Verkaufszahlen der Convenience-Produkte steigen jährlich in schwindelerregende Höhen, also ist unsere Aufgabe noch nicht erfüllt": Frank Rosin (51) gibt seine Mission nicht auf.   Foto: Sascha Steinbach/Getty Images
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Auf Facebook wetterte Frank Rosin schon mal gegen das schlechte Kantinenessen im Ruhrgebiet: "Das ist doch verrückt. Unsere Kinder bekommen Mathematik, Deutsch, Religion und und und beigebracht. Aber vernünftiges, gesundes Essen, darüber macht sich niemand seriöse Gedanken."   Foto: kabel eins
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Was die Sozialen Netzwerke angeht, hat Frank Rosin keine Illusionen: "Man kann heutzutage nichts mehr faken - das kommt über die Social-Media-Kanäle sowieso irgendwann raus!"   Foto: Sascha Steinbach/Getty Images