Ihre Assistentin macht sich noch immer schwere Vorwürfe

Der Dokumentarfilmer Rudi Dolezal durfte Whitney Houston bei den Europakonzerten ihrer Welt-Tournee 1999 sogar im Backstagebereich filmen.

Von teleschau - der mediendienst

Whitney Houston
Whitney Houston gelang es, weltweit 200 Millionen Tonträger zu verkaufen. Als einzige Künstlerin überhaupt landete sie nacheinander mit sieben Hits auf Platz 1 der amerikanischen Musikcharts.   Foto: ServusTV / Mitchell Levy / Zuma / picturedesk.com

Am kommenden Sonntag, 11. Februar, jährt sich der tragische Unfalltod von Whitney Houston bereits zum sechsten Mal. ServusTV würdigt die Jahrhundertkünstlerin mit einem neuen Dokumentarfilm von Regisseur Rudi Dolezal. Sein Werk "Whitney Houston - Close Up" läuft um 20.15 Uhr und wird damit zum ersten Mal überhaupt öffentlich zu sehen sein. Mit bisher nie zuvor gezeigtem Material der "My Love Is Your Love World Tour" aus dem Jahr 1999 sowie exklusiven, neuen Interviews mit Houstons Familie und Weggefährten, würdigt der österreichische Filmemacher die Ausnahmekünstlerin.

Am 11. Februar 2012 wurde Whitney Houston in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills tot aufgefunden. Eine Erkrankung der Herzkranzgefäße in Kombination mit Drogenmissbrauch führte dazu, dass die 48-jährige Sängerin in ihrer Badewanne ertrank - so die offiziellen Ergebnisse der Ermittlungen. Hochemotional wird die TV-Doku durch die Aussagen von Houstons persönlicher Assistentin Mary Jones. Diese macht sich noch heute schwere Vorwürfe, dass sie den Star zum Zeitpunkt des Unfalls unbeaufsichtigt ließ. Jones und Houstons Bodyguard fanden die Sängerin leblos unter Wasser. Mit den Tränen ringend rekapituliert die Assistentin die damaligen Ereignisse.

Die Karriere der Pop-Ikone war von Höhen und Tiefen geprägt, musikalischer Weltruhm und Charts-Rekorde wechselten sich mit Drogeneskapaden und der von häuslicher Gewalt geprägten Ehe mit Bobby Brown ab. Houstons künstlerisches Schaffen und ihr Privatleben finden Eingang in die neue Doku, die einen ungeschönten Blick auf die Licht- und Schattenseiten des amerikanischen Traums wirft. Für die Europa-Konzerte 1999 erhielt Regisseur Dolezal ("Falco - Die ultimative Doku") einen von Whitney Houston handschriftlich angefertigten Pass, der ihm Zugang zu sämtlichen Bereichen hinter der Bühne gewährte. Entsprechend nah und intim sind die Aufnahmen, die ihm und seinem Team gelungen sind.

In den Interviews kommen unter anderem noch die Mutter und der Bruder Whitney Houstons zu Wort, doch auch ihr Ex-Mann Bobby Brown, ihre Cousine Dionne Warwick sowie ihr langjähriger Mentor Clive Davis werden erzählen. Für weitere Prominenz sorgen zudem Gespräche mit Jennifer Hudson, Kevin Costner, der in "Bodyguard" an Houstons Seite spielte, und Celine Dion, die über Whitney Houston sagt: "Manche Menschen entschwinden nie, manche Menschen verlassen uns nie und sie ist eine von diesen."

Musikerin, Schauspielerin Whitney Houston

Whitney Houston
Whitney Houston starb am 11. Februar 2012 in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills. Das Leben der Ausnahmesängerin fand ein tragisches und viel zu frühes Ende.   Foto: ServusTV / Picturedesk
Whitney Houston
Der Dokumentarfilmer Rudi Dolezal durfte Whitney Houston bei den Europakonzerten ihrer Welt-Tournee 1999 sogar im Backstagebereich filmen. Houston persönlich gewährte ihm uneingeschränkten Zugang, um ein möglichst authentisches Porträt zu kreieren.   Foto: ServusTV / DoRo
Whitney Houston
Ihre Hits machten sie weltberühmt: Whitney Houston gilt als eine der besten und erfolgreichsten Sängerinnen der Musikgeschichte.   Foto: Jakubaszek/Getty Images
Whitney Houston
Private Konflikte und Drogenmissbrauch warfen dunkle Schatten auf die Karriere der Pop-Ikone Whitney Houston.   Foto: Jakubaszek/Getty Images
Whitney Houston
Unvergessen sind Whitney Houstons Hits wie "I Wanna Dance With Somebody (Who Loves Me)" oder "I Will Always Love You", der den Titelsong zu ihrem Filmerfolg "Bodyguard" mit Kevin Costner (nicht im Bild) darstellte.   Foto: Vittorio Zunino Celotto/Getty Images
Whitney Houston
Ein unwürdiges Ende für eine der besten Sängerinnen aller Zeiten: am 11. Februar 2012 ertrank Whitney Houston in der Badewanne ihres Hotelzimmers. In ihrem Blut befand sich erst kürzlich eingenommenes Kokain, ihr Tod war ein tragischer Unfall.   Foto: Samir Hussein/Getty Images