Ein bisschen tropischer, sagen manche

Warum etwas verändern, wenn's doch läuft? Robin Schulz liefert mit "Uncovered" die Sounds, an denen in den nächsten zwei Jahren wieder kein Disco-DJ vorbeikommt.

Von John Fasnaugh

Robin Schulz: Uncovered
Robin Schulz - Uncovered

Mit der Vorabsingle "OK", bei der auch James Blunt mitträllern durfte, hat Robin Schulz es nicht bis ganz nach oben geschafft - nur Platz zwei in den Charts. Vielleicht klappt's ja nun mit dem dazugehörigen Album, das er "Uncovered" nennt (der Titel bedeutet nichts, klingt aber spannend). Weit oben landen wird Schulzens Dritte bestimmt, zumal außer Blunt auch noch Stars wie David Guetta oder Sam Martin mitanschieben, mit denen Schulz schon früher zusammenarbeitete. Wie's läuft, musste der König der deutschen Dancefloors seinen Kumpels sicher nicht lange erklären.

Auch wenn manche meinen, die neuen Songs klängen tropischer als die alten: Auf "Uncovered" liefert der Mann, der aus Osnabrück kommt, aber nicht danach klingt, im Grunde den selben internationalen Mix aus House und Pop, der sich schon auf den Alben "Prayer" und "Sugar" bewährte. Was ja auch okay und am Ende nicht schlecht ist. Die neuen Songs sind cool, tanzbar und - das kann der Schulz eben - wieder der perfekte Stoff, um die Massen in der Großraumdisko zu elektrisieren. Bei Robin Schulz wird also gefeiert, selbst wenn er nicht ganz oben landet.

Bewertung überzeugend
CD-Titel Uncovered
Bandname/Interpret Robin Schulz
Genre House/Pop
Erhältlich ab 29.09.2017
Label Warner
Vertrieb Warner

Robin Schulz: Uncovered
Disco-DJs atmen auf: Der alte Kram kann weg, Robin Schulz bring ein neues Album heraus.   Foto: Robert Wunsch