Privatsphäre ist schlecht für's Geschäft

Apple will seine Nutzer mithilfe der "Intelligent Tracking Prevention" vor Verfolgung im Internet schützen. Dadurch würden Werbefirmen "hunderte Millionen" US-Dollar verlieren, glauben Experten.

Von Jan Treber

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Apple-Chef Tim Cook macht sich mit seiner Intelligent Tracking Prevention bei der Werbeindustrie unbeliebt.   Foto: Apple

Seit iOS 11 und macOS 10.13 steht Apple-Nutzern die sogenannte "Intelligent Tracking Prevention" (ITP) zur Verfügung. Damit wird es Werbefirmen deutlich erschwert, die Nutzer mithilfe von Cookies zu verfolgen. Wie der "Guardian" unter Berufung auf Branchenexperten berichtet, werde die Werbeindustrie durch das Update "hunderte Millionen US-Dollar verlieren". Criteo, eine der führenden Firmen, kritisierte außerdem den Alleingang Apples sowie die Missachtung von Internet-Standards. Criteo selbst werde nach eigenen Angaben etwa ein Fünftel an Umsatzeinbußen hinnehmen müssen.

Seit dem Update ist ein Wettrennen zwischen der Werbeindustrie und Apple entbrannt. Der iPhone-Hersteller verbessert ITP immer wieder, während Werbefirmen versuchen, den Schutz zu umgehen. Der Browser Safari hat einen weltweiten Marktanteil von 15 Prozent und ist daher für die Werbeindustrie von großer Relevanz.

Rubrik Computer - Internet