Murdoch bittet Facebook zur Kasse

Medienunternehmen Rupert Murdoch kritisiert Facebook und verlangt, dass Verlage für die Inhalte bezahlt werden. Beim sozialen Netzwerk sollen unterdessen 10.000 zusätzliche Mitarbeiter den Kampf gegen Hasskommentare und Fake News aufnehmen.

Von Jan Treber

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Rupert Murdoch will Geld für Inhalte, die über Facebook verbreitet werden.   Foto: Neil P. Mockford/Getty Images

Nach den Änderungen in Facebooks Algorithmus nehmen Beiträge von Medien im Newsfeed der Nutzer nun weniger Platz ein. Das soziale Netzwerk will außerdem die Glaubwürdigkeit der Nachrichten von den Nutzern bewerten lassen. Medienmogul Rupert Murdoch hat hingegen anderes im Sinn. Er möchte, dass Facebook für die Inhalte bezahlt: "Wenn Facebook 'vertrauenswürdige' Verlage anerkennen will, sollte es ihnen eine ähnliche Gebühr bezahlen, wie sie bei Kabel-Unternehmen üblich ist", ließ Murdoch über sein Unternehmen News Corporation verkünden. Er kritisierte, dass die Medieninhalte den Wert von Facebook steigerten, die Journalisten und Verlage aber nicht angemessen belohnt würden.

Rupert Murdoch kontrolliert mit der News Corp. eines der weltgrößten Medienkonzerne. Zu dem Konglomerat gehören unter anderem die britische Boulevardzeitung The Sun sowie das Wall Street Journal in den USA.

Unterdessen verstärkt Facebook seine Maßnahmen im Kampf gegen Falschmeldungen und Hetze auf seiner Plattform. 10.000 zusätzliche Mitarbeiter sollen in diesem Jahr eingestellt werden.

Wie Produktmanager Samidh Chakrabarti im firmeneigenen Blog schreibt, sei es schwer für Maschinen, die "kulturellen Nuancen von politischen Einschüchterungsversuchen" zu erkennen. Trotz der vielen neuen Mitarbeiter werde dies eine Herausforderung bleiben. Facebook soll ein Ort sein, an dem die Nutzer sich politisch ausdrücken sollen, niemand dürfe aber wegen seiner Ansichten schikaniert oder bedroht werden.

Rubrik Computer - Internet