Mit Nacktbildern gegen Rachepornos

Facebook startet in Australien zusammen mit der Regierung ein ungewöhnliches Pilotprojekt. Nutzer sollen intime Aufnahmen von sich hochladen, um sich besser gegen Rache-Pornos zu schützen.

Von Jan Treber

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Der einzige Zweck von Revenge Porn ist die Demütigung der Oper - diese leiden noch Jahre später.   Foto: Chris Hondros/Newsmakers

An Revenge Porn, zu deutsch Rache-Pornos, leiden Opfer noch Jahre später. Durch zerstörte Karrieren etwa oder schlicht aufgrund der Demütigung. Vor allem nach schmerzhaften Trennungen werden mitunter kompromittierende Bilder veröffentlicht - und schaden so den Betroffenen massiv.

Zusammen mit der staatlichen Behörde eSafety in Australien will Facebook dem Problem mit einer ungewöhnlich neuen Methode begegnen. So sollen Nutzer, die etwa Revenge Porn befürchten, eigene Nacktbilder hochladen oder diese per Messenger an sich selbst senden. Zuvor muss aus der eSafety-Webseite ein Formular ausgefüllt werden. Aus dem Bildmaterial wird sodann ein digitaler Fingerabdruck erzeugt. Dieser hilft dabei, das Bild zu sperren, sollte es auf Facebook oder Instagram gepostet werden. Wie das Facebook und eSafety versichern, wird das Material nicht dauerhaft gespeichert.

Derzeit wird die Methode von Facebook und eSafety im Rahmen eines Pilotprojekts getestet. Laut der Behörde sind bereits rund 20 Prozent der australischen Frauen im Alter zwischen 18 und 45 Jahren Rache-Pornos zum Opfer gefallen.

Rubrik Computer - Internet