Keine Werbung im "Sumpf"

Mit deftigen Worten kritisiert der Großkonzern Unilever Facebook, Google und weitere Internetfirmen und droht mit dem Entzug üppiger Werbebudgets.

Von Jan Treber

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Unilevers Marketing-Chef Keith Weed droht den Internetkonzernen mit dem Entzug von Werbegeldern.   Foto: Marc Piasecki/Getty Images for Unilever

Das Konsumgüterunternehmen Unilever hat Online-Firmen massiv kritisiert und mit dem Entzug von Werbegeldern gedroht. Kritik an Internetkonzernen wie Google, Twitter und Facebook steht seit einiger Zeit an der Tagesordnung, Unilever ist jedoch nicht irgendein Unternehmen. Es verfügt über eines der größten Werbebudgets der Welt und hat allein deshalb großen Einfluss in der Internetwirtschaft.

In einem Redemanuskript, welches dem TV-Sender CNN vorliegt, kritisiert Marketingvorstand Keith Weed die Internetkonzerne mit heftigen Worten und fordert Besserung. Demnach sei man nicht länger bereit, eine Lieferkette zu unterstützen, die "hinsichtlich der Transparenz kaum besser ist als ein Sumpf". Wie es weiter heißt, wolle man zudem nicht auf Plattformen werben, die zur "Spaltung der Gesellschaft" beitragen und den Jugendschutz vernachlässigen. 2018 könne entweder ein "Jahr des Vertrauens" werden oder ein Jahr des "Techlash", in dem sich die Menschen von den Tech-Konzernen abwenden.

Rubrik Computer - Internet