Drei statt eine Milliarde

Der Internet-Konzern Yahoo teilt mit, dass das Sicherheitsloch aus dem Jahre 2013 dreimal so groß war wie ursprünglich mitgeteilt. Offenbar wurde dies erst kürzlich bemerkt.

Von Jan Treber

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Das Rekord-Sicherheitsloch beim Internetkonzern Yahoo war dreimal größer als bislang angenommen.   Foto: Yahoo

Erst im Dezember vergangenen Jahres ging Yahoo an die Öffentlichkeit: Im August 2013 seien eine Milliarde Yahoo-Nutzerkonten gehackt worden. Wie jetzt bekannt wurde, waren in Wahrheit aber alle Accounts auf dem Internetportal offen wie ein Scheunentor. Das Unternehmen lässt demnach mitteilen, dass nicht ein Drittel, sondern alle Nutzerkonten gehackt wurden, also etwa drei Milliarden Accounts mit sensiblen Daten wie Name, Geburtsdatum oder Telefonnummern. Hinzu kommen offenbar auch sowohl verschlüsselte wie unverschlüsselte Sicherheitsfragen mit den entsprechenden Antworten.

Die Verizon-Unternehmensgruppe hat Yahoo letztes Jahr übernommen. Die neue Eigentümerin teilt mit, die neuen "Erkenntnisse" gingen auf eine Untersuchung in Folge der Übernahme zurück. Verizon beteuert, die gestohlenen Daten enthielten keine Zahlungs- oder Kontoinformationen. Man arbeite eng mit den Sicherheitsbehörden zusammen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Im November 2016 stellte eine Polizeibehörde in den USA den Hack fest und benachrichtigte Yahoo, das sich erst einen Monat später an die Öffentlichkeit wandte.

Rubrik Computer - Internet