Arzt am Handgelenk

Schon auf der Keynote im September hatte Apple das Projekt angekündigt. Im Rahmen einer Studie nutzen Forscher den Herzfrequenzsensor der Apple Watch, um unregelmäßige Herzrhythmen zu erkennen und den Nutzer über ein mögliches Vorhofflimmern zu informieren.

Von Jan Treber

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Im Rahmen einer Herzstudie zeichnet die Apple Watch Herzrhythmen der Träger auf.   Foto: Apple

Vorhofflimmern verursacht im Regelfall keine Symptome. Wird es jedoch nicht diagnostiziert, kann es zu Herzerkrankungen und Schlaganfällen führen. Forscher machen sich zunehmend die Tatsache zunutze, dass viele Menschen eine Apple Watch am Handgelenk tragen - und damit einen Herzfrequenzsensor. Apple hat nun zusammen mit der medizinischen Fakultät der Stanford-Universität eine Herzstudie ins Leben gerufen. Die "Apple Heart Study App" überprüft die Herzfrequenz der Träger und benachrichtigt diese über ein mögliches Vorhofflimmern.

Der Sensor der Apple Watch lässt dabei grüne LEDs hunderte Male in der Sekunde blinken, um den Blutfluss zu messen und daraus auf eventuelle Auffälligkeiten zu schließen. Derzeit kann Vorhofflimmern nur durch ein EKG, meist über 24 Stunden, zweifelsfrei diagnostiziert werden.

"Durch die Herzstudie wird die medizinische Fakultät von Stanford erforschen, was neue Technologien wie der Herzfrequenzsensor der Apple Watch dazu beitragen können, eine neue Ära der proaktiven Gesundheitsfürsorge einzuleiten", sagte der Dekan der Stanford University School of Medicine.

Rubrik Computer - Internet