Computer - Internet: Sprechblasen im Netz

Daniel Heim (teleschau - der mediendienst)

Ist von Comics aus Deutschland die Rede, fällt sein Name: Peter Wiechmann. Der ehemalige Leiter des Kauka-Verlages zeichnete verantwortlich für das Zwillingspärchen im Fuchspelz, Fix und Foxi, für die deutsche Erstausgabe von "Asterix & Obelix" und gab den Schlümpfen in Deutschland ein Zuhause. Mittlerweile konzentriert sich der Comic-Macher ganz auf seine eigenen Serien ("Thomas der Trommler", "Hombre", "Andrax"), die auf der Website des Cross-Cult-Verlages zu sehen sind. Im Vergleich zu den Online-Einblicken auf die Superhelden von Marvel, DC oder Dark House sind die eher klassischen Arbeiten Wiechmanns und seiner Zeichner hier allerdings lediglich als Appetitanreger gedacht. Deutlich wird auch, dass digitale Comics der gebundenen Version noch lange nicht das Wasser reichen können.

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Die Homepage www.peter-wiechmann.de informiert über den Werdegang und die Projekte des Comicmachers. www.peter-wiechmann.de
In "Peter Wiechmanns Schatztruhe" auf www.peter-wiechmann.de stellt der frühere Journalist seinen Werdegang zum Comicmacher vor, den er als eine Aneinanderreihung von formenden Zufällen beschreibt. Auf die Idee, Comics zu produzieren, kam der gelernte Schriftsetzer, nachdem er sich überlegte, wie man Nachrichten und Informationen für Kinder aufbereiten könnte. Illustrationen und Sprechblasen standen fortan im Fokus des Autors, der mit den "Yps"-Heftchen eine ganze Generation von Comic-Fans beglückte.

Wer über die Publikationen Wiechmanns auf dem Laufenden gehalten werden will, findet auf dem Online-Tagebuch www.comicguide.net alle relevanten Neuigkeiten. Dass der Comic-Doyen Humor hat, zeigen nicht nur die Fotomontagen, die ihn passend zu seinen Werken als amerikanischen Trapper ("Hombre") oder als Buffalo Bill zeigen.

Die Arbeiten des mittlerweile Freischaffenden können auf www.cross-cult.de eingesehen werden. "Thomas, der Trommler" etwa ist auch geschichtlich interessant. Die Abenteuer des Soldaten spielen zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges und geben Aufschluss über das von Schlachten und Kämpfen beherrschte Europa des 17. Jahrhunderts. Gratis-Leseproben als PDF-Format vermitteln einen Einblick in die Schwarz-Weiß-Optik des vagabundierenden Offiziers.

"Hombre", ebenfalls auf der Verlags-Homepage vorgestellt, ist ein klassischer Western-Comic, der von Rafael Méndez gezeichnet wurde. Auf die Online-Leseproben müssen die Besucher allerdings noch bis Mitte Juli warten. Diese werden erst vier Wochen vor dem Erscheinen zur Verfügung gestellt.

Wer Lust auf farbige, internationale Inhalte und Helden mit Superkräften hat, kommt an Marvel, DC und Co. nicht vorbei. Weil die großen Comic-Reihen wie "X-Men", "Dark Reign" oder "Spider-Man" natürlich nicht umsonst im Netz bereitgestellt werden, ist man auf das Ausweichen auf Fanforen angewiesen. www.marvel-fighter.de bietet zwar keine kompletten Comic-Geschichten, dennoch werden manche der Ausgaben sehr großzügig gepostet.

Das Lesen von Online-Tageszeitungen mag sich auf lange Sicht durchsetzen, auch an dem digitalen Medium für E-Books wird fleißig gearbeitet. Dass der gebundenen Version eines farbenprächtigen Comics im Hochglanz-Format eine digitale Variante desselben den Rang abläuft, ist jedoch nur schwer vorstellbar. Die digitale Form ist umweltschonender und allein aus Platzgründen praktisch, der Comic-Fan aber will, dass man die stolze Sammlung auch sehen und anfassen kann.

weiterführende Links:


Computer - Internet: Sprechblasen im Netz
In seinem Online-Tagebuch erzählt Peter Wiechmann über den jeweils aktuellen Stand seiner Publikationen. www.comicguide.net
Computer - Internet: Sprechblasen im Netz
Auf der Online-Seite des Cross Cult Verlages wird auch "Thomas, der Trommler" vorgestellt. www.cross-cult.de
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Wer auf Marvel-Comics fliegt, ist mit dem Forum www.marvel-fighter.de bestens bedient. www.marvel-fighter.de


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