Bundesrepublik Deutschland wird 60



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 Bildergalerie: 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland
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Ein Sprung ins Glück

Von Marco Scheinhof


Michael Schumacher und die deutschen Fußballer begeistern durch ihre Erfolge HSt/dpa
Es ist immer die gleiche Bewegung. Immer ein Hüpfer von dem Mann in Rot. Michael Schumacher und sein Sprung ins Glück haben die Motorsportfans vor allem ab dem Jahr 2000 lange Zeit begleitet. Bei jedem Formel-1-Sieg hüpfte der Kerpener vor Freude in die Höhe. Und er gewann oft. 2000 wurde er Weltmeister, 2001, 2002, 2003 und 2004 stockte er seine WM-Titel auf die Rekordzahl sieben auf. Es waren historische Momente, die Michael Schumacher seinen Fans schenkte.

2006 war plötzlich die Trauer groß. Hatte noch der Sommer mit der Heim-Weltmeisterschaft im Fußball für viel Freude und Begeisterung gesorgt, herrschte im Herbst Niedergeschlagenheit. Michael Schumacher hatte sich entschieden, seine einzigartige Karriere zu beenden. Der Rekordweltmeister trat ab. Es war ein Schlag für die Formel 1, aus dem ein Zuschauerrückgang resultierte. 2009 nun schien wieder die Sonne über der Königsklasse zu scheinen. Der Meister kündigte sein Comeback an, es sollte die beste Nachricht für die wankende Formel 1 seit langem sein. Nur: Es wurde nichts daraus.

Euphorie

Im Sommer 2006 verzückten die deutschen Fußballer die Nation. Bei der Heim-WM ließen sie durch ihre Auftritte ein ganzes Land in Euphorie verfallen. Von Spiel zu Spiel stieg die Stimmung. Jürgen Klinsmann und seine Spieler ließen durch ihre Erfolge die Menschen auf den Straßen tanzen. Am Ende kam nach einem unterhaltsamen Wettstreit der besten Fußball-Mannschaften der Welt Rang drei für das deutsche Team heraus. Den Titel holte sich Italien, das im Halbfinale gegen Deutschland verdient mit 2:0 gewonnen hatte.

2007 ließ sich der VfB Stuttgart noch von der Resteuphorie der WM anstecken und holte sich in der Fußball-Bundesliga überraschend den Titel. Trainer Armin Veh und seine junge Mannschaft gewannen am letzten Spieltag mit 2:1 gegen Energie Cottbus – der fünfte Titelgewinn war perfekt. Der Serienmeister FC Bayern München musste als Zweiter klein beigeben.

Doch es gab auch die Schattenseiten in der Sportszene. Das Thema Doping breitete sich immer weiter aus. Viele Sportarten sind plötzlich betroffen. Vor allem die professionellen Radfahrer, die sich bei der Tour de France offenbar immer häufiger unerlaubter Mittel bedienten. Plötzlich stand ein ehemaliger deutscher Sportheld inmitten der Diskussionen. 1997 hatte Jan Ullrich die Tour de France noch gewonnen und war von seinen Fans gefeiert worden. 2006 fand die Frankreich-Rundfahrt allerdings ohne ihn statt. Vorwürfe wegen seiner Verwicklung in den spanischen Dopingskandal führten zum Ausschluss Ullrichs. Bis heute ist allerdings noch nicht bewiesen, dass Jan Ullrich tatsächlich gedopt hat.


28.08.2009