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 Bildergalerie: 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland
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Die 1980er: Weichen erfolgreich gestellt

Von Barbara Griesinger

Die achtziger Jahre
20 Jahre Chef über Öhringen: Seit Juli 1989 lenkt Jochen K. Kübler die Entwicklung der Großen Kreisstadt. Am 31. Juli endet seine Amtszeit. Foto: HZ-Archiv HSt/dpa
Hohenlohe - Während in Heilbronn Mitte der 80er Jahre die Bürgerproteste gegen den Nato-Doppelbeschluss auf der Giebelheide Schlagzeilen machen, gehen in Hohenlohe bereits 1981 die Bauern auf die Straße. Sie drohen – heute durchaus wieder aktuell – „Wir Bauern lassen uns nicht länger wie eine Kuh melken“ und fordern gerechte Preis für die Landwirtschaft.

Doch nicht nur der Bauernprotest hat Tradition. Viele Entwicklungen, die den Hohenlohekreis noch heute prägen und nach wie vor für Gesprächsstoff sorgen, haben ihre Wurzeln in den 80er Jahren. Mit dem endgültigen Aus für die Jagsttal- wie die Kochertalbahn 1988 und 1989 ist die gute alte Zeit ein für allemal vorbei.

Obwohl Ebse Gienger 1981 mit EM-Gold und WM-Silber von der internationalen Turnsportbühne abtritt und 1982 das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommt. geht es mit Hohenlohe weiter bergauf: Die Hohenloher Unternehmen boomen: Würth und Berner beziehen ihre großen Erweiterungsbauten. Würth wirbt 1989 dem noch jungen Hohenlohekreises gar den Landrat ab und holt Dr. Franz Susset in die Geschäftsleitung. Bereits 1981 wird mit Heinz Ziehl erstmals ein Hohenloher Präsident der Industrie und Handelskammer Heilbronn. Auch die Fachhochschulaußenstelle Künzelsau bezieht ihr umgebautes größeres Hauptgebäude. Und auch in der Hohenloher Kultur tut sich was: Auf Schloß Stetten haben 1989 die Burgfestspiele Premiere und der Hohenloher Kultursommer geht ins zweite Jahr.

Wichtige Wahlen

Das Ende der Dekade bringt den Amtsantritt von Männern, die Hohenlohe nachhaltig prägen – bis heute: Öhringen wählt im Juli 1989 Jochen K. Kübler mit satten 62,9 Prozent zum Bürgermeister. Während er heuer – 20 Jahre später – das zur Großen Kreisstadt geadelte Öhringen seinem Nachfolger überlässt, behält Volker Lenz das Ruder der Kreisstadt Künzelsau, das er 1986 von Herbert Frenz übernommen hat, in der Hand. Genauso wie Landrat Helmut M. Jahn als Susset-Nachfolger noch auf der Kommandobrücke des Hohenlohekreises steht. Und der kann sich sehen lassen: Der einst als „Todsünde“ geschmähte kleinste Kreis im Ländle ist zum Vorzeigekreis avanciert.
27.06.2009