118 Jugendliche weniger im Heim

Neue Angebote zeigen Wirkung

Von ub

Die vielen neuen Jugendhilfe-Angebote des städtischen Amts für Familie, Jugend und Senioren zeigen Wirkung. Innerhalb von fünf Jahren ging die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die wegen massiver Schwierigkeiten im Elternhaus und in der Schule in einem Heim untergebracht werden mussten, stark zurück. Waren 2000 noch 278 Jungen und Mädchen stationär untergebracht, sind es zurzeit nur noch 160 - "ein Tiefstand", wie der Heilbronner Jugendamtsleiter Manfred Urban versichert.

Das bedeutet nicht nur eine große Kostenersparnis für die Stadt als Träger der Jugendhilfe. Auch für das betroffene Kind und seine Eltern ist es besser, wenn Erziehungs- und Schulprobleme durch neu entwickelte (und vor fünf Jahren noch nicht vorhandene ) ambulante präventive Hilfsangebote bewältigt oder im Vorfeld abgefangen werden können. Dazu gehören der Ausbau von Schulsozialarbeit, Sprechstunden an der Schule, mehr Beratungsangebote für Eltern und Lehrer, Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag und mehr soziale Gruppenarbeit. Seit Eröffnung der Sontheimer Schule für Erziehungshilfe können außerdem Heilbronner Kinder vor Ort unterrichtet werden.